Lincoln wieder da: Party-Nacht mit Kuranyi & Co.
Düsseldorf (dpa) - 07.07.2009, 14:51 Uhr
Zum Fototermin auf der Zeche erschien Kevin Kuranyi nach dem freien Sonntag pünktlich.
Der von seinem türkischen Arbeitgeber Galatasaray Istanbul lange vermisste Fußball-Profi Lincoln ist wieder aufgetaucht. Gemeinsam mit den Schalker Bundesligaspielern Kevin Kuranyi, Vicente Sanchez und Carlos Grossmüller feierte er Düsseldorf. Die Spieler nutzten eine Erholungszeit zwischen den Trainingslagern in Marienfeld und Herzlake und feierten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa mit Lincoln in der Düsseldorfer Diskothek «Nachtresidenz» an der Königsallee eine Party-Nacht. Der Abend in der bekannten Disco stand unter dem Motto «Liebe - Luxus - Leidenschaft», getrunken wurde nach Augenzeugenberichten Wodka-Red Bull. Mittendrin: ein alter Bekannter. Lincoln, der brasilianische Ballzauberer, 2007 von Schalke für rund fünf Millionen Euro an Galatasaray Istanbul verkauft und inzwischen auch von seinem türkischen Arbeitgeber verstoßen. Denn aus dem Heimaturlaub in Brasilien kehrte der 30-Jährige zum wiederholten Mal nicht pünktlich zum Trainingsbeginn zurück, wie mehrfach auch zu Schalker Zeiten.
Während Galatasarays neuer Coach Frank Rijkaard den «Verschollenen» bisher noch nicht zu Gesicht bekam und sich mit seinem Team beim Zayton-Cup in Bochum-Wattenscheid müht, platzte Istanbuls Präsident Adnan Polat der Kragen. «Lincoln hat zwar noch einen Vertrag bei uns. Aber er wird nächste Saison definitiv nicht mehr bei uns spielen. Auch wenn er keinen neuen Verein findet, bei uns wird er nicht mehr am Training teilnehmen.» Auch Geschäftsführer Adnan Sezgin legte sich fest, dass der für seine Eskapaden bekannte Mittelfeldspieler das Trikot des 17-maligen türkischen Meisters nicht mehr tragen wird: «Wir haben keine Lust mehr auf seine Ausreden.» Pikant, dass ausgerechnet der «auf Schalke» vor zwei Jahren abgeschobene Lincoln beim Revierclub zuletzt wieder im Gespräch war, weil Magath einen Regisseur dieser Qualität sucht. Doch von einem kolportierten Interesse an Lincoln hat sich der 55-Jährige schon weitgehend distanziert. «Er ist ein Klasse-Fußballer, keine Frage. Aber Lincoln ist keine Personalie, die passen kann», meinte Magath auch mit dem Hinweis auf die begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Königsblauen. Dafür ist die Verpflichtung des 18 Jahre alten Sturmtalents Lewis Holtby von Alemannia Aachen perfekt. |