Der wechselwillige Demba Ba fehlte beim Trainingsauftakt des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Der von dem Senegalesen gewünschte Wechsel zum VfB Stuttgart aber ist weiter unklar.
Trainer Ralf Rangnick, der seinen 51. Geburtstag feiert, sieht Ba am liebsten weiter im Hoffenheimer Trikot. «Wenn er Tore für uns schießt, werden die Fans auch das Theater schnell vergessen. Er hat schließlich noch Vertrag bei uns», meinte Rangnick, der für den Fall der Fälle aber vorgesorgt hat. «Es gibt Kandidaten, die Ba ersetzen können.» Ba versäumte wegen einer Nachuntersuchung am operierten Schien- und Wadenbein den Auftakt. Nach Saisonende war ein Titannagel entfernt worden.
In Hoffenheim weiß man nichts davon, dass Ba in Stuttgart bereits medizinisch untersucht worden sein soll. «Das habe ich auch aus der Zeitung erfahren. Meines Wissens ist da nichts dran», sagte Manager Jan Schindelmeiser. Neben Ba fehlten auch andere: Während sich die Brasilianer Maicosuel, Carlos Eduardo, Luiz Gustavo und Wellington sowie der vom Karlsruher SC geholte Christian Eichner beim Laktattest Blut abzapfen ließen, durften die Ghana-Auswahlspieler Isaac Vorsah, Prince Tagoe und der Argentinier Franco Zuculini noch pausieren. Sie sollen zum Start des Österreich-Trainingslagers ebenso zum Kader stoßen wie der derzeit bei der U 21-EM beschäftigte Nationalspieler Andreas Beck.
Voller Tatendrang stellte sich Torjäger Vedad Ibisevic nach auskuriertem Kreuzbandriss vor. Rangnick beobachtet den Feuereifer des Bosniers mit Argusaugen und warnt vor zu großen Erwartungen. «Er hat schließlich ein halbes Jahr Pause hinter sich.» Mäzen Dietmar Hopp ist «überzeugt, dass wir mit einer stärkeren Mannschaft in die kommende Rund gehen.» Auch Rangnick ist vollauf zufrieden. «Wir haben die Neuzugänge bekommen, die wir haben wollten.» Der Coach wollte aber nicht ausschließen, dass man sich im Abwehrbereich noch einmal verstärkt, da die Genesungsphase von Matthias Jaissle noch nicht abgeschlossen ist. Josip Simunic (Hertha BSC) soll ein Kandidat sein.