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Seeler rügt HSV: Nicht streiten, Saison planen

Hamburg (dpa) - 22.06.2009, 20:08 Uhr

Uwe Seeler rügt die Auseinandersetzungen in der Führungsspitze des HSV.
Uwe Seeler rügt die Auseinandersetzungen in der Führungsspitze des HSV.

Fußball-Idol Uwe Seeler hat die Führung des Hamburger SV aufgefordert, ihren Streit beizulegen. Knapp zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt des Bundesligisten ist zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Sportchef Dietmar Beiersdorfer ein Machtkampf entbrannt.

«Beide müssen schnell wieder eine gemeinsame Linie finden und die neue Saison planen. Das ist wichtiger», sagte Seeler der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Meinungsverschiedenheiten gibt es immer. Aber beide sind gestandene Männer, die müssen die Sache ausdiskutieren.»

Am Abend des 22. Juni steht ein Krisengespräch der beiden Streithähne mit dem vierköpfigen Personalausschuss des Aufsichtsrates auf der Tagesordnung. Mit einer Mitteilung des Vereins sei allerdings erst später zu rechnen, teilte Aufsichtsratschef Horst Becker der dpa mit.

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Seeler kann keine grundsätzlichen Probleme erkennen, die einen Machtkampf zuließen oder gar eine Trennung voneinander rechtfertigten. «Man erlebt immer wieder Eitelkeiten, die nicht schön sind», sagte der Ehrenspielführer, aber hier gehe es um die Zukunft des Vereins. «Ich kann nur hoffen, dass alle schnell die Kurve kriegen.»

Hoffmann soll die Transferpolitik des Vereins als verfehlt kritisiert und die Scouting-Abteilung mit fünf hauptamtlich beschäftigten Talente-Spähern als «Geldvernichtungsmaschine» bezeichnet haben. Zudem wird dem Clubchef nachgesagt, er wolle die Kompetenzen des Sportchefs beschneiden. Dass der HSV noch keinen neuen Spieler für die nächste Saison verpflichtet hat, soll auch dem Konflikt der beiden Entscheidungsträger geschuldet sein. Seeler spricht sich gegen voreilige Transfers aus.«Es macht keinen Sinn, Geld für Mittelmaß auszugeben. Dann lieber warten. Man muss Spieler holen, die man tatsächlich braucht und die auch zum Verein passen.»

Jetzt will der Aufsichtsrat für Entspannung im Machtkampf sorgen. Das Kontrollgremium erwartet die Einschätzungen der miteinander im Streit liegenden Vorstandsmitglieder und will anschließend beide auf eine Linie einschwören. «Das ist einiges hochgekocht. Dietmar Beiersdorfer hat das Gespräch mit mir gesucht. Das ist leider an die Öffentlichkeit gedrungen, und so ist Brisanz in die Sache geraten», sagte Aufsichtsratschef Horst Becker , unmittelbar nach der Rückkehr vor einer Amerika-Reise. Becker wollte indes nicht bestätigen, dass sich der vierköpfige Personalausschuss des Aufsichtsrates noch am 22. Juni zur Beratung treffen wollte.


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