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Freigabe für Ribéry - Real bietet 55 Millionen

München (dpa) - 17.06.2009, 12:09 Uhr

Geht er oder bleibt er? Ribery soll bei mehreren Topclubs im Gespräch sein.
Geht er oder bleibt er? Ribery soll bei mehreren Topclubs im Gespräch sein.

Erst ist er unverkäuflich, jetzt darf er gehen - im unendlichen Millionen-Poker um Franck Ribéry hat Bayern München die Karten wieder neu gemischt.

Trotz des jüngsten Machtworts von Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge darf der Franzose nach Informationen der «Sport Bild» den deutschen Fußball-Rekordmeister bei einer entsprechenden Ablöse verlassen. Auf seiner Sitzung sechs Tage vor Ende der letzten Saison soll der Aufsichtsrat grünes Licht für einen Wechsel des Bayern-Stars erteilt haben. «Wir haben bei der letzten Sitzung das Thema Ribéry besprochen und sind uns alle einig», sagte Präsident und Aufsichtsrats-Chef Franz Beckenbauer. Spaniens Rekordmeister Real Madrid bietet inzwischen 55 Millionen Euro für Ribéry.

Während Ribéry mit seiner Familie auf der Balearen-Insel Ibiza Ferien macht, geben die Bayern im Transfer-Theater um den 26 Jahre alten französischen Nationalspieler immer neue Rätsel auf. Rummenigge sprach sich erst entschieden gegen eine vorzeitige Auflösung des bis 2011 gültigen Vertrags aus: «Wir haben nicht die Absicht, Ribéry zu verkaufen.» Jetzt sind die Münchner zu Verhandlungen bereit. «Wenn er unbedingt gehen will, werden wir uns mit dem Thema beschäftigen», sagte Beckenbauer. Darauf sollen sich der Vorstand mit Rummenigge, Geschäftsführer Karl Hopfner und Manager Uli Hoeneß auf der Aufsichtsratssitzung im Mai verständigt haben.

Mit Real, dem FC Barcelona, FC Chelsea und Manchester United sind vier europäische Topclubs hinter dem kleinen Franzosen her. Madrid lässt nicht locker und erhöhte laut spanischer Sportzeitung «AS» sein Angebot. Präsident Florentino Perez will 55 Millionen Euro für Ribéry locker machen, als Draufgabe sollen die Niederländer Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart nach München wechseln. Ribéry soll der dritte und letzte Mega-Deal von Perez sein. Mit Hilfe eines 150-Millionen-Euro-Kredits zweier spanischer Großbanken holte der Baulöwe bereits die Weltstars Cristiano Ronaldo (94 Millionen) und Kaká (65 Mio.) in die spanische Hauptstadt.

Auch wenn mittlerweile sogar schon von 100 Millionen Euro Ablöse die Rede ist, würde Beckenbauer Ribéry nur ungern ziehen lassen. «Mit Diego verlässt bereits eine Attraktion die Liga», sagte der Bayern- Präsident, «wenn Ribéry folgt, muss ich sagen: So viele Höhepunkte bleiben der Liga dann nicht mehr. Die ganz Liga würde leiden.» Auch Bayerns Chef-Berater Paul Breitner hofft auf den Verbleib des Dribbelkünstlers. «Für mich wäre es das Schönste, wenn Ribéry beim FC Bayern bliebe», sagte er der «Bild»-Zeitung. Ribéry sei wohl genauso viel Wert wie Kaká, so Breitner, aber ihm fehle «jegliches Gefühl, wenn ich die Summen für Ronaldo und Kaká in Relation zu irgendwelchen anderen Spielern setze».

Um Luca Toni müssen sich die Bayern offenbar keine Sorgen mehr machen. In der Münchner «tz» dementierte sein Berater Tullio Tinti alle Spekulationen über einen Wechsel des italienischen Weltmeisters. «Luca ist Spieler des FC Bayern und wird dies bleiben. Er bleibt zu 100 Prozent bei Bayern. Die Gerüchte sind erfunden», erklärte Tulli. Toni war zuletzt mit Fenerbahce Istanbul, Barcelona sowie den beiden Mailänder Clubs Inter und AC in Verbindung gebracht worden.


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