Gewinn-Einbruch auf Schalke
Gelsenkirchen (dpa) - 24.05.2009, 11:52 Uhr
Josef Schnusenberg hat beim FC Schalke 04 einen Gewinneinbruch zu verzeichnen.
Der FC Schalke 04 hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinn-Rückgang hinnehmen müssen. Wie aus der im Clubmagazin «Schalker Kreisel» veröffentlichten Bilanz des Fußball-Bundesligisten hervorgeht, sank der Jahres-Überschuss im Abrechnungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2008 auf 464 391 Euro. Im Jahr 2007 hatte Schalke noch einen Gewinn von 12,6 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz ist dagegen nur leicht von 146,9 (2007) auf nun 139,2 Millionen Euro zurückgegangen. «Das Ergebnis liegt zwar unter unserem Rekordwert von 2007, aber immer noch um 60 Prozent über dem Durchschnitt der Bundesliga-Vereine», sagte Clubchef Josef Schnusenberg. Das vergangene Jahr war laut Schnusenberg geprägt durch das Erreichen des Champions-League-Viertelfinals gegen den FC Barcelona, aber auch durch das anschließende Scheitern in der Qualifikation zur «Königsklasse» und das Aus nach der UEFA-Cup-Gruppenphase im Dezember. Dass die Gewinne trotz der Europa-Cup-Teilnahme im Vorjahr einbrachen, habe vor allem an den verminderten Einnahmen durch die mediale Vermarktung (Fernsehen/Hörfunk) gelegen. Gut 25 Millionen Euro seien 2007 allein durch die TV-Zentralvermarktung in der Champions League in die Kasse geflossen. 2008 betrugen der Gesamt- Umsatz durch das Fernsehen mehr als sieben Millionen Euro weniger.
Doch es wurde auch mehr für das Personal aufgewendet. Gegenüber 2007 (64,0 Millionen Euro) stiegen die Ausgaben für Löhne und Gehälter der Angestellten auf 69,2 Millionen Euro. Auch die Gesamt- Verbindlichkeiten nahmen durch neue Kredite zu. 2007 hatte Schalke 106 Millionen Euro Verbindlichkeiten ausgewiesen, nun stehen 136,6 Millionen Euro Schulden zu Buche. Weil Schalke die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb in der gerade abgelaufenen Saison verpasste, rechnet Schusenberg mit weiter sinkenden Umsätzen. Nicht zuletzt deshalb sollen die Ausgaben für den Lizenzspieler-Kader von zuletzt rund 55 Millionen Euro auf etwa 47 Millionen Euro in der nächsten Spielzeit reduziert werden. «Das ist in den Planungen für die neue Spielzeit schon berücksichtigt worden», betonte Schnusenberg.
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