Vom Betriebssport zum deutschen Meister
24.05.2009, 10:51 Uhr
Viele junge Anhänger feiern die Meisterschaft des VfL Wolfsburg auf dem Marktplatz.
Wolfsburg (dpa) - Der VfL Wolfsburg hat den Weg von einer besseren Betriebssport-Mannschaft zum Bundesliga-Team mit der deutschen Meisterschaft gekrönt. Felix Magath formte den VfL in zwei Jahren von einem abstiegsbedrohten Werksverein zum deutschen Meister der Fußball-Bundesliga. Was drei Managern und sieben Trainern seit dem Bundesliga-Aufstieg 1997 nicht schafften, gelang Magath in seiner Dreifach-Funktion als Trainer, Manager und Geschäftsführer. Er verpflichtete mehr als 30 neue Spieler für geschätzte 55 Millionen Euro. Der VfL Wolfsburg wurde 1945 als erster Sportverein der Stadt gegründet und spielte die erste Saison in der Kreisklasse Gifhorn. 1954 stieg der VfL in die damals höchste Spielklasse auf, die Oberliga-Nord. Anfang der 90er Jahre wurde die Lizenzspielerabteilung professioneller. Der kaufmännische Angestellte Peter Pander wurde von Volkswagen freigestellt und als hauptamtlicher Manager eingesetzt. 1992 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1997 mit Trainer Willi Reimann der Sprung in die 1. Liga.
2001 wurde der Profi-Fußball aus dem Gesamtverein ausgelagert und die VfL Wolfsburg Fußball GmbH gegründet, deren alleiniger Gesellschafter inzwischen Volkswagen ist. Durch den Stadionneubau und die Gründung des Fußball-Leistungszentrums hat der Verein eine weitere Professionalisierung erfahren. 2002 holte Pander Stefan Effenberg in die Autostadt. Es war der spektakulärste Transfer der Vereinsgeschichte und der Versuch, dem biederen Image des VfL Wolfsburg mehr Glanz zu verleihen. Sportlich nachhaltiger Erfolg stellte sich aber nicht ein. Ebenso wenig wie ein Jahr später, als sich Pander durch die Verpflichtung mehrerer Argentinier, darunter Spielmacher Andrés d'Alessandro, den Sprung in die Bundesliga-Spitze erhoffte. In den Jahren danach kämpfte der Club mehrfach gegen den Abstieg, bis Magath 2007 übernahm.
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