Warten auf Podolski in Köln - Abschied von Scherz
Köln (dpa) - 24.05.2009, 10:26 Uhr
Matthias Scherz verabschiedet sich nach seinem letzten Spiel für den FC Köln von den Fans.
Beim 1. FC Köln hat nach dem Abpfiff der bedeutungslosen Bundesliga-Partie gegen den VfL Bochum (1:1) das Warten auf Lukas Podolski begonnen. «Es wird keinen neuen Messias geben, sondern einen Fußballer von hohen Gnaden», sagte FC-Manager Michael Meier zu den hohen Erwartungen, die mit der Rückkehr des 23- jährigen Stürmers nach drei Jahren beim FC Bayern München verknüpft sind. «Für uns ist es wichtig, ein Gesicht zu bekommen. Und er ist ein Gesicht des 1. FC Köln», meinte Meier und fügte an: «Lukas weiß, was auf ihn zukommt.» Wenn der 62-fache Nationalstürmer zum Trainingsauftakt am 25. Juni zurückkehrt, dürfte in der Domstadt der erste Sommer-Karneval gefeiert werden. Rund zehn Millionen Euro investierten die «Geißböcke» in die Rückholaktion, mit der immense Hoffnungen verbunden sind. «Jetzt werden wir mehr Antworten auf dem grünen Rasen geben können», meinte Meier, ohne ein konkretes Ziel zu stecken. Neben «Poldi» steht Sebastian Freis (Karlsruher SC) als weiterer Neuzugang fest. Angeblich sollen noch fünf Millionen für Einkäufe in der Schatulle sein.
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Dagegen beendete Matthias Scherz nach 13 Profijahren mit dem 356. Spiel in der ersten und zweiten Fußball-Liga seine Karriere. Davon war er allein ein Jahrzehnt in Köln. «Heute war ein wunderschöner Tag. Ich wollte unbedingt noch mal spielen und bin dankbar, dass das geklappt hat», sagte der 37-Jährige, der im Nachwuchsbereich weiter für den 1. FC Köln tätig sein wird, nach dem Remis. Die Treffer dafür erzielten Diego Klimowicz (18.) und Anthar Yahia (24./Eigentor). «Vor Saisonbeginn waren wir der Absteiger Nummer eins», bilanzierte Kölns Chefcoach Christoph Daum. «Und dass wir dann so den Klassenerhalt gesichert haben - auch mit dem Abstand auf die Abstiegsplätze - ist etwas Besonderes.» Der Aufsteiger beendete die Saison als Tabellen-Zwölfter und stand an den 34 Spieltagen kein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz. «Damit ist meine Mission erfüllt», meinte Daum. |