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Noch kein Frontzeck-Nachfolger in Bielefeld

Bielefeld (dpa) - 18.05.2009, 17:57 Uhr

Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier schweigt sich über Trainer-Kandidaten aus.
Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier schweigt sich über Trainer-Kandidaten aus.

Arminia Bielefeld sucht weiter nach einem Trainer, plant aber bereits ein Trainingslager. Zur optimalen Vorbereitung auf das Schicksalsspiel gegen Hannover 96 begibt sich der vom Abstieg bedrohte Fußball-Bundesligist nach Marienfeld, bestätigte der Tabellen-16.

Noch ist jedoch offen, welcher Coach die Mannschaft auf die Partie einschwören und den drohenden siebten Bundesliga-Abstieg abwenden soll. Am Tag nach der Trennung von Michael Frontzeck, der nach dem 0:6 in Dortmund seinen Stuhl räumen musste, herrschte in Bielefeld großes Stillschweigen. «Ich kommentiere keine Namen», sagte Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier nach einer mehrstündigen Sitzung der Vereinsspitze.

Viel spricht für eine Lösung mit dem ehemaligen Arminen-Profi. Schon einmal hatte Dammeier für ein Spiel als Trainer ausgeholfen - und eine zuvor völlig verunsicherte Mannschaft zu neuem Leben erweckt. Unter der Regie des damaligen Nachfolgers von Ernst Middendorp, der wie Frontzeck nach einer deutlichen Schlappe in Dortmund (1:6) seinen Hut nehmen musste, setzte sich die Arminia im Dezember 2007 mit 2:0 gegen den VfB Stuttgart durch. «Wenn es so kommen sollte, traue ich mir am Samstag gegen Hannover zu 100 Prozent einen Sieg zu», sagte Dammeier.

Angesichts der prekären Lage ist die Zeit für eine akribische Sichtung des Kandidatenkreises knapp bemessen. Nur ein Sieg über Hannover bewahrt die Ostwestfalen sicher vor dem direkten Absturz. Bleibt sie auf dem 16. Rang, könnte sie über die beiden Relegationsspiele die Klasse halten. Die Chancen auf eine Rettung schon am letzten Spieltag sind jedoch gering. Immerhin weist der Tabellen-15. aus Mönchengladbach drei Punkte mehr und das bessere Torverhältnis auf.

In Uwe Rapolder, Christian Wück, Uwe Fuchs und Jörg Berger wurden bereits mögliche Kandidaten für die kommende Saison gehandelt. «Ich habe mich da sauwohl gefühlt», sagte der beim Zweitligist Koblenz tätige Rapolder, bestritt aber Kontakte zu seinem ehemaligen Club. Wück hatte RW Ahlen im vorigen Jahr in die 2. Liga geführt, Fuchs mit Wuppertal unlängst den Klassenerhalt in der 3. Liga geschafft. Die finanziellen Folgen des Raufwurfs von Frontzeck, dessen Vertrag noch vor wenigen Monaten bis 2010 verlängert worden war, halten sich für die Arminia in Grenzen. Dem Vernehmen nach sah eine Klausel eine Abfindung von 100 000 Euro vor für den Fall einer vorzeitigen Trennung vor.


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