Notizen vom 29. Bundesliga-Spieltag
Hamburg (dpa) - 26.04.2009, 13:27 Uhr
Mario Gomez freut sich über seinen Treffer zum 2:0 gegen Frankfurt.
Auch am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga ging es auf und neben dem Platz wieder hoch her. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat die wichtigsten Notizen zusammengestellt. ABERGLAUBE: Nach dem 2:0 gegen Frankfurt lüftete Stuttgarts Top-Torjäger Mario Gomez das Geheimnis seiner Schienbeinschoner. «Sie sind einfach klein und leicht, deshalb kann ich sie selber mitbringen», verriet der 23-Jährige seinen Eigenwillen, diesen Teil der Ausrüstung nicht in die Obhut des Zeugwarts zu geben. «Ich war früher sehr abergläubisch. Vieles habe ich schon abgelegt, aber das ist noch geblieben.» Auch um die Hygiene der nach jedem Spiel schweißgetränkten Schoner kümmert sich Gomez selbst. Da er immer ohne Schienbeinschoner trainiere, hätten sie ihren Platz «unter der Woche auf dem Balkon zum Lüften», berichtete er. «Aber ich wasche sie auch. Ich bin ja kein Stinktier.» UNMUT: Selbst der Schlusspfiff konnte ihn nicht besänftigen. Die lautstarke Kritik an Schiedsrichter Michael Kempter brachte HSV- Abwehrspieler Joris Mathijsen noch nach Spielende die Gelbe Karte ein. Vor allem die Elfmeterentscheidung des Unparteiischen in der Schlussminute, die BVB-Stürmer Alexander Frei zum 2:0-Endstand nutzte, erzürnte ihn. Auch Coach Martin Jol war schlecht auf Kempter zu sprechen: «Darüber müssen wir mal auf der nächsten Trainertagung sprechen.» Jol monierte die Unerfahrenheit des Schiedsrichters: «Der ist doch erst 26 Jahre alt. Das gibt es in ganz Europa nicht.»
BART AB: KSC-Manager Rolf Dohmen wird demnächst wieder etwas gepflegter zu sehen sein. «Ich habe gesagt, wenn wir drei Punkte holen, rasiere ich mich wieder. Jetzt kommt der Bart ab», sagte Dohmen nach dem 1:0-Sieg gegen Leverkusen am Samstag in Düsseldorf. Seit der Karlsruher Niederlage auf Schalke vor zwei Wochen hatte er die Haare im Gesicht sprießen lassen. HALTLOS: Hoffenheims Torwart Timo Hildebrand hat seine Rückkehr in die Nationalmannschaft noch nicht abgeschrieben. «So viele andere deutsche Torhüter gibt es ja nicht», sagte er zur Personalnot von Bundestrainer Joachim Löw vor der Asienreise. «Ich will hier noch gute Spiele machen, dann sehen wir weiter.» Dabei sah der Ex- Nationalkeeper, der vor der EM 2008 aussortiert worden war, beim 0:1 gegen Hertha BSC durch Patrick Ebert nicht ganz glücklich aus und hat in seinen bisherigen fünf Einsätzen für Hoffenheim nicht auf sich aufmerksam machen können. Hildebrand wenig selbstkritisch: «Jetzt kann man wieder schöne Negativgeschichten stricken und draufhauen.» NOTRUF: «Sven Krüger, ruf doch bitte mal deinen Bruder an. Deine Frau liegt in den Wehen.» Mit dieser Ansage schreckte der Stadionsprecher beim Spiel Hoffenheim gegen Hertha in der Sinsheimer Rhein-Neckar- Arena einen Zuschauer auf. Bleibt zu hoffen, dass der Fußball-Fan nicht aus dem 600 Kilometer entfernten Berlin angereist war.
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