Büskens' größter Sieg - Jones: «Alles passt»
München (dpa) - 26.04.2009, 11:16 Uhr
Schalkes Halil Altintop (Mitte) jubelt nach seinem Treffer in München.
Neun Siege, ein Unentschieden, 22:1 Tore - die märchenhafte Bilanz von Mike Büskens als Schalke-Coach erlebte mit dem Husaren-Streich beim FC Bayern einen weiteren Höhepunkt. Aber auch nach dem umjubelten 1:0 (1:0)-Erfolg in München und dem vierten Zu-Null-Sieg in Serie seit der Trennung von Fred Rutten blieb der Interimstrainer zurückhaltend. «Ich habe gesagt, dass ich denke, dass der Aufsichtsrat eine große Lösung sucht», erklärte Büskens zur Trainerfrage. Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies hatte angekündigt, die Auflösung erst nach dem letzten Bundesliga-Spieltag zu präsentieren. «Wenn der Verein eine andere Lösung sucht und findet, wäre das auch in Ordnung», erklärte der von den Fans gefeierte Büskens bescheiden. An Spekulationen, ob er als Bayern-Bezwinger womöglich «zehn Prozent mehr gewonnen habe», mochte er sich nicht beteiligen.
Die Spieler wiederholten ihre Lobeshymnen auf das Trainer-Triumvirat mit Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck. «Erfolg ist schwer austauschbar», bemerkte Nationalspieler Heiko Westermann. Ein «ganz schweres Thema» nannte Jermaine Jones die Trainerfrage: «Wir Spieler können nichts machen. Es stimmt alles, alles passt. So kann es weitergehen», kommentierte der Mittelfeldakteur. Fünf Spiele bleiben bis Saisonende, und nach dem Kopfballtor von Halil Altintop (21.) nach einer präzisen Ecke von Christian Pander könnte Tausendsassa Büskens sogar das fast Unmögliche schaffen: Den Einzug ins internationale Geschäft. Fünf Punkte trennen Schalke von Platz fünf. «Es wird sehr, sehr schwer, in den UEFA-Cup zu kommen», meinte Westermann. Immerhin ist der Schalker Stolz langsam wiederhergestellt. «Nach so einer Saison war dieser Sieg hier in München für unsere Seele beruhigend», betonte der Abwehrspieler. Neuer jubelte nach dem Schlusspfiff vor der Schalker Fankurve in Erinnerung an den entrissenen Meistertitel 2001 in Oliver-Kahn-Manier mit der Eckfahne. «Schalke hat es damals wehgetan. Das war Genugtuung für mich», sagte der U 21-Nationalkeeper nach seiner witzigen Aktion. Man wollte es den Bayern zeigen, weil sie das Heimspiel nur als lästige Durchgangsstation auf dem Weg zum 22. Meistertitel betrachtet hätten, sagte Westermann: «Dass die Münchner gedacht haben, sie können uns im Vorbeigehen weghauen, hat uns gestärkt.»
|