Labbadia: «Die Bundesliga ist auch etwas Besonderes. Wir sind in einer Entwicklung und wollen die Euphorie mitnehmen. Wir wollen dranbleiben. Auf keinen Fall schenken wir die Bundesliga ab.» Warum lief es zuletzt für die junge Leverkusener Mannschaft in der Bundesliga nicht so gut? Labbadia: «Junge Spieler sind mental nicht so gefestigt, das hat sich in der Bundesliga gezeigt. Diesen Schritt heute haben wir enorm gebraucht. Die Mannschaft wurde für ihren Aufwand belohnt. Dies war in letzter Zeit nicht immer so. Von dem Weg, der vor drei, vier Jahren in Leverkusen mit jungen Spielern eingeschlagen wurde, darf man nicht abkommen. Es ist der richtige Weg.» Es ist Ihr erstes Jahr als Trainer in der Bundesliga. Was bedeutet für Sie das Erreichen des Endspiels am 30. Mai in Berlin? Labbadia: «Es ist schön, wenn man gleich ins Finale kommt.» Nach dem Abrutschen in der Bundesliga standen auch Sie in der Kritik. Labbadia: «Ich bin überzeugt davon, wie ich mit der Mannschaft arbeite. Man hat gesehen, dass wir 120 Minuten Dampf machen können, das gelingt nicht mit Händchen aufhalten. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft in einem guten Zustand ist. Wir sind in den letzten Wochen nicht vom Glück geküsst worden.» Haben Sie angesichts dieser Kritik mehr Druck im Spiel gegen Mainz gespürt? Labbadia: «Ich war sehr entspannt, weil ich gewusst habe, dass die Mannschaft noch mal nach vorne kommt. Man braucht Erfolg. Und der Glaube der Mannschaft an den Trainer ist auch vom Erfolg abhängig.» Aufgezeichnet von Andreas Schirmer, dpa
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