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Bayer-Coach Labbadia: «Mannschaft in gutem Zustand»

Düsseldorf (dpa) - 22.04.2009, 20:36 Uhr

Leverkusen
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Bruno Labbadia (43) ist seit Beginn der Saison 2008/2009 Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Unter seiner Regie war das Team in der Hinrunde zeitweise Bundesliga-Tabellenführer, stürzte aber nach der Winterpause auf Platz neun ab.

Mit einem 4:1 gegen den FSV Mainz 05 zog Leverkusen in das Finale des DFB-Pokals ein. Fragen an Bayer-Trainer Labbadia:

In der Bundesliga hopp, im Pokal topp: Was bedeutet der Einzug in das DFB-Pokalfinale nach harter Arbeit gegen den FSV Mainz 05?

Labbadia: «Ein Finale ist etwas Schönes. Das haben wir uns nun erkämpft. Wir haben vieles richtig gemacht, viel Geduld gezeigt und das Spiel immer wieder verlagert. Und wenn wir den Ball verloren haben, haben wir nachgesetzt. Alles in allem hat die Mannschaft einen Riesenaufwand betrieben. Es ist ein schöner Tag.»

Über den Umweg des DFB-Pokals kann Bayer noch den UEFA-Cup erreichen, nachdem es in der Bundesliga nur noch eine theoretische Chance gibt.


Labbadia: «Die Bundesliga ist auch etwas Besonderes. Wir sind in einer Entwicklung und wollen die Euphorie mitnehmen. Wir wollen dranbleiben. Auf keinen Fall schenken wir die Bundesliga ab.»

Warum lief es zuletzt für die junge Leverkusener Mannschaft in der Bundesliga nicht so gut?

Labbadia: «Junge Spieler sind mental nicht so gefestigt, das hat sich in der Bundesliga gezeigt. Diesen Schritt heute haben wir enorm gebraucht. Die Mannschaft wurde für ihren Aufwand belohnt. Dies war in letzter Zeit nicht immer so. Von dem Weg, der vor drei, vier Jahren in Leverkusen mit jungen Spielern eingeschlagen wurde, darf man nicht abkommen. Es ist der richtige Weg.»

Es ist Ihr erstes Jahr als Trainer in der Bundesliga. Was bedeutet für Sie das Erreichen des Endspiels am 30. Mai in Berlin?

Labbadia: «Es ist schön, wenn man gleich ins Finale kommt.»

Nach dem Abrutschen in der Bundesliga standen auch Sie in der Kritik.

Labbadia: «Ich bin überzeugt davon, wie ich mit der Mannschaft arbeite. Man hat gesehen, dass wir 120 Minuten Dampf machen können, das gelingt nicht mit Händchen aufhalten. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft in einem guten Zustand ist. Wir sind in den letzten Wochen nicht vom Glück geküsst worden.»

Haben Sie angesichts dieser Kritik mehr Druck im Spiel gegen Mainz gespürt?

Labbadia: «Ich war sehr entspannt, weil ich gewusst habe, dass die Mannschaft noch mal nach vorne kommt. Man braucht Erfolg. Und der Glaube der Mannschaft an den Trainer ist auch vom Erfolg abhängig.»

Aufgezeichnet von Andreas Schirmer, dpa

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