Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer hat noch einmal betont, die Aufgaben von Manager Uli Hoeneß bei dessen Nachfolge auf mehrere Schultern zu verteilen.
«Einen 1-zu-1-Nachfolger wird es sowieso nicht geben, denn das, was der Uli gemacht hat, wird aufgeteilt. Den kann man 1-zu-1 nicht ersetzen, das geht nicht», sagte Beckenbauer der Deutschen Presse-Agentur dpa in Düsseldorf. Dort erhielt der Aufsichtsratschef des deutschen Fußball-Rekordmeister den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Beckenbauer habe den Staat durch den Spitzensport vertreten wie kein Zweiter, hieß es in der Begründung.
Der Aufsichtsrat um Beckenbauer muss zum Jahresende einen Nachfolger für Hoeneß suchen. Der 57-Jährige wird seinen zum 31. Dezember 2009 auslaufenden Kontrakt nicht mehr verlängern und auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden. Hoeneß soll dann Beckenbauer im Präsidentenamt beerben, der seinerseits dem «FC Bayern natürlich immer verbunden bleiben» will. «Ich bin jetzt seit 51 Jahren beim FC Bayern. Ich bin als Schüler eingetreten, also wird man immer Bayer bleiben, das ist ja klar. Aber ohne Funktion», sagte der 63-Jährige.