Babbel sieht Teamgeist als VfB-Erfolgsgeheimnis
Stuttgart (dpa) - 22.04.2009, 15:52 Uhr
Der Stuttgarter Trainer Markus Babbel gibt seinen Spielern Anweisungen.
Teamchef Markus Babbel sieht einen wieder entdeckten Teamgeist als Grundstein für die Erfolgsserie des VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga. «Die Mannschaft hat erkannt, dass sie unheimlich viel Potenzial hat. Und sie hat verinnerlicht, dass wir unsere Ziele nur erreichen können, wenn wir als Mannschaft auftreten - mit Einsatzbereitschaft und Willen», sagte der 36-Jährige der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Natürlich hat die Mannschaft durch die Ergebnisse Selbstvertrauen bekommen. Aber ein Hauptgrund für unseren Erfolg ist für mich, dass kein einziger Spieler im Training nachlässt. Keiner trainiert so, dass er mir die Möglichkeit gibt, ihn einfach aus der Mannschaft wegzulassen.» Den Schwung von zuletzt vier Siegen des Tabellen-Fünften will Babbel möglichst bis zum Saisonende ausnutzen. «Wir hoffen natürlich, dass es die letzten sechs Spiele so weiter geht. Die Mannschaft hat sich eine glänzende Ausgangsposition erarbeitet und es wäre jetzt leichtfertig und fahrlässig, wenn wir das wieder herschenken», sagte der Nachfolger von Meistertrainer Armin Veh. Das Stimmungshoch im Umfeld des schwäbischen Traditionsclubs betrachtet Babbel zwar als Belohnung, will sich davon aber nicht anstecken lassen. «Wichtig ist, dass wir eine Euphorie gestartet haben und die Fans wieder Grund haben zu träumen», betonte der ehrgeizige Trainer-Neuling. «Das ist ein schönes Zeichen, weil wir damit wissen, dass wir eine gute Arbeit gemacht haben. Aber wir wissen, dass es noch sehr schwer wird und noch harte Arbeit auf uns wartet.»
Obwohl die Schwaben seit Babbels Amtsantritt am 23. November 2008 in 14 Bundesliga-Spielen 33 von 42 möglichen Punkten geholt und sich zum zweitbesten Rückrunden-Team aufgeschwungen haben, hält der frühere Weltklasse-Verteidiger (noch) am Saisonziel UEFA-Cup-Qualifikation fest. Anders als zuletzt der ein oder andere Spieler oder auch VfB-Manager Horst Heldt verbietet sich der Teamchef wenigstens öffentlich ein erstes Kokettieren mit dem Blick auf die Champions-League-Plätze. «Wir können es aus eigener Kraft nicht schaffen», sagte Babbel und predigte einmal mehr das Verteidigen von Rang fünf. «Wir haben so hart dafür gearbeitet, dort hinzukommen. Jetzt müssen wir alles dafür tun, dass uns keiner mehr einholt. Ob wir dann noch jemanden überholen, das wird sich zeigen.» Dass er im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auf seinen gelbgesperrten Kapitän Thomas Hitzlsperger verzichten muss und sieben weiteren Akteure bei vier Gelben Karten eine Sperre droht, sieht Babbel nicht als Gefahr für den Endspurt. «Das passiert in der Saison auch anderen Mannschaften, dass wichtige Spieler auch mal ausfallen. Ich verfüge über einen so guten Kader, dass ich da überhaupt keine Magenschmerzen habe», betonte er.
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