Bekenntnis zu Coach Labbadia: «Von ihm überzeugt»
Düsseldorf (dpa) - 21.04.2009, 11:39 Uhr
Leverkusens Trainer Bruno Labbadia applaudiert nach einem Spiel.
Bekenntnisse zu Trainern sind in der Fußball- Bundesliga keine Job-Garantie. «Wir sind mit den Ergebnissen nicht zufrieden, aber an der Arbeit von Bruno Labbadia haben wir nichts auszusetzen», beteuerte Bayer 04 Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Zugleich versicherte er vor dem DFB-Halbfinale gegen den FSV Mainz 05 in Düsseldorf, dass der 43-Jährige auch beim Start der neuen Saison noch Chefcoach am Rhein sein wird: «Ich sehe keinen Anlass, warum das nicht so sein sollte. Wir sind von ihm voll überzeugt.» Sportdirektor Rudi Völler antwortete in der Tageszeitung «Die Welt» auf die Frage, ob Labbadia nach wie vor der richtige Trainer für Bayer 04 sei: «Ja, absolut.» Dabei weist die aktuelle Zwischenbilanz des zu Saisonbeginn mit großen Ambitionen vom Zweitligisten Greuther Fürth an den Rhein gewechselten Labbadia nicht mehr viel Gutes vor. Nachdem Bayer am 13. Spieltag mit 28 Punkten an der Bundesliga-Tabellenspitze lag und mit Offensiv-Fußball begeisterte, folgten Entzauberung und Ernüchterung in der Rückrunde: Nach fünf Niederlagen und nur 14 geholten Punkten rutschten die Leverkusener auf Platz neun ab. Die Chance, noch aus eigener Kraft einen UEFA-Cup-Platz zu ergattern, tendiert gegen null. «Es ist eine Enttäuschung. Denn gefühlt ist es die beste Mannschaft seit vier Jahren», urteilt Holzhäuser.
Auf der Suche nach Erklärungen und Ursachen für den Absturz verweigert Labbadia klare Auskünfte und verschanzt sich hinter Worthülsen. «Wir kennen die Gründe. Es würde aber den Rahmen sprengen, dies alles zu erklären», sagte er vor dem Pokal-Halbfinale und fügte an: «Ich weiß nur, das die Ergebnisse nicht mit dem zusammenpassen, wie die Mannschaft und wir alle zusammen arbeiten. Das steht in keiner Relation.» Immer wieder verweist Labbadia aber auch darauf, dass die Werkself sehr jung ist und die «Entwicklungsprozesse bei den Spielern auf und außerhalb des Spielfeldes» noch nicht abgeschlossen seien. Beim 1:2 beim VfL Wolfsburg am Samstag war Innenverteidiger Manuel Friedrich mit 29 der älteste Bayer-Kicker, während im Mittelfeld der 19-jährige Toni Kroos und Arturo Vidal und Renato Augusto (beide 21) agierten. |