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Frankfurt zu Ostern mit «Angsthasen-Fußball»

München (dpa) - 13.04.2009, 14:00 Uhr

Frankfurts Benjamin Köhler kann Dribbelkünstler Franck Ribery (l) nicht aufhalten.
Frankfurts Benjamin Köhler kann Dribbelkünstler Franck Ribery (l) nicht aufhalten.

Nach dem «Angsthasen-Fußball» am Osterwochenende und der 0:4-Pleite beim FC Bayern München will Eintracht Frankfurt im Kampf um den Klassenverbleib gegen Borussia Mönchengladbach in die Erfolgsspur zurückkehren.

«Wir haben schon mehrfach kriselnden Mannschaften wieder auf die Beine geholfen, das ist uns ein weiteres Mal eindrucksvoll gelungen», sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen nach der Schlappe in München. Für die Eintracht endete damit eine Mini-Serie von vier Spielen ohne Niederlage. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Gladbach, das am Samstag bei den Hessen zu Gast ist. Ein Heimsieg und alle Sorgen sind aus der Welt.

Chancen- und mutlos präsentierten sich die Hessen bei der Pleite vor 69 000 in der Allianz Arena, und nach dem frühen 0:1 durch Franck Ribéry (3. Minute) war die Defensiv-Taktik über den Haufen geworfen. «Wir wollten lange zu Null spielen, aber das ging schief», meinte Keeper Oka Nikolov, der danach noch Gegentreffer von Luca Toni (17.), Lucio (23.) und Bastian Schweinsteiger (48.) kassierte. «Wir haben zu keinem Zeitpunkt zu unserem Spiel gefunden und zur gewünschten Kompaktheit», sagte Patrick Ochs und befand in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung»: «Das war Angsthasen-Fußball!»

Die harmlosen Hessen konnten am Ende sogar froh sein, nicht höher verloren zu haben. Ähnlich, wenn auch auch nur in einer anderen Liga, war es den Münchnern in Barcelona bei deren 0:4-Pleite ergangen. Nikolov: «Aber man sollte nicht vergessen, dass wir gegen den FC Bayern gespielt haben, auch wenn die angeschlagen waren oder sind.»

Für die Bayern waren die Frankfurter der ideale Aufbaugegner nach dem 0:4 aus der Champions League. Von 39 Gastspielen in München verloren die Hessen 30. «Wir haben heute überhaupt nicht ins Spiel gefunden und die Stärken der letzten Spiele vermissen lassen. Das lag zum einen auch an den frühen Toren in beiden Halbzeiten - insgesamt haben wir aber über die gesamten 90 Minuten nie zu unserer gewohnten Leistung gefunden», meinte Trainer Friedhelm Funkel. «Und die Bayern haben aufgrund dessen auch verdient gewonnen.» Zu allem Übel erlitt Benjamin Köhler eine Knieverletzung und droht länger auszufallen.


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