Ex-Manager Assauer: Katastrophe für Schalke
Gelsenkirchen (dpa) - 26.03.2009, 12:39 Uhr
Der ehemalige Manager vom FC Schalke 04, Rudi Assauer.
Der ehemalige Manager Rudi Assauer geht mit der Führung des in die Krise geratenen FC Schalke 04 hart ins Gericht. «Die Verantwortlichen von Schalke 04 sind im Moment ein bisschen kopflos», sagte der 64-Jährige in einem Interview der «Nordwest-Zeitung» Oldenburg. «Sie haben große Schwierigkeiten, alles wieder einigermaßen zurückzuholen. Das heißt in Form von Klasse, Spielen und Gewinner-Mentalität.» Es gebe genügend Beispiele, dass sich Vereine aus einer schwierigen Situation befreit hätten. «Nur was bei Schalke 04 derzeit passiert, ist eine Katastrophe», sagte Assauer, der bis August 2006 Manager des Fußball- Bundesligisten war. Skeptisch beurteilt er die Frage, ob der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn der geeignete Nachfolger des abberufenen Andreas Müller auf dem Manager-Posten wäre. «Mit Oliver Kahn ist das äußerst schwierig. Erstens ist er Torwart und kein Feldspieler, und Torhüter sind bekanntlich eine ganz besondere Spezies.» Außerdem sei die Frage, wie Kahn mit den Verantwortlichen und den Fans auskomme und etwas Neues beginnen könne. «Er war doch über Jahre das Feindbild der Schalker», sagte Assauer.
Pessimistisch ist er, ob Schalke schnell der große Befreiungsschlag gelingen kann und es rasch aufwärts geht. «Es wird sehr schwierig, die werden sicherlich nicht von heute auf morgen besser. Die Schalker müssen etwas herbeizaubern, das muss schon eine Punktlandung werden», sagte Assauer. «Sie müssen einen Manager holen, der die Geschicke sofort in die Hand nimmt und es erkennbar ist, dass die Sache wieder nach oben geht. Im Moment sehe ich da keinen.» Seine eigene Rückkehr hält er für ausgeschlossen: «Wenn ich wiederkommen soll, müssen 20 Leute verschwinden.»
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