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Rutten bleibt vorerst im Amt - Zukunft offen

Gelsenkirchen (dpa) - 24.03.2009, 17:34 Uhr

Noch sitzt Schalkes Trainer Fred Rutten auf der Bank.
Noch sitzt Schalkes Trainer Fred Rutten auf der Bank.

Die Zukunft von Fred Rutten als Chefcoach vom FC Schalke 04 bleibt weiter offen. «Es gab Gespräche. Am Mittwoch um 14.00 Uhr ist Training. Der Trainer wird Fred Rutten sein», sagte Schalke-Sprecher Thomas Spiegel der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Geschäftsführer Peter Peters hatte am Vormittag des 24. März erklärt, es werde ein «Routinegespräch» stattfinden. Das für den Nachmittag anberaumte Training der Schalker Profimannschaft wurde allerdings abgesagt.

Zu Spekulationen der «Bild»-Zeitung, nach denen Rutten noch in dieser Woche beurlaubt werden solle, äußerten sich die Gelsenkirchener nicht. «Wir werden das in aller Ruhe nicht kommentieren, sondern wir werden arbeiten», sagte Peters. Nach «Bild»-Angaben existiere ein Notplan mit den ehemaligen Schalke-Profis Youri Mulder und Mike Büskens, die das Team wie im Vorjahr nach der Trennung von dem damaligen Trainer Mirko Slomka bis zum Saisonende betreuen sollen.

Der 46-jährige Rutten hatte nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV erklärt, nur noch «von Woche zu Woche» zu planen und zu arbeiten. Erst vor zwei Wochen hatte sich der Gelsenkirchener Verein von Manager Andreas Müller getrennt. Der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies, der in der Manager-Frage noch in dieser Woche eine Lösung präsentieren will, hatte vereinsinterne Diskussionen über den Trainer abgestritten. Rutten, der erst zu Saisonbeginn neuer Chefcoach des letztjährigen Champions-League-Viertelfinalisten geworden war, hat bei den Schalkern noch einen Vertrag bis 30. Juni 2010.

Peters betonte im Gespräch mit der dpa, er und die anderen Verantwortlichen des Vereins würden sich durch Medien- Veröffentlichungen «nicht treiben lassen». Einen über die Manager-Frage hinausgehenden Zeitplan gebe es nicht.


Unterdessen riet Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer den Schalkern zu einer Verpflichtung des früheren Nationaltorhüters Oliver Kahn als Müller-Nachfolger. «Er ist ein intelligenter Mensch, der sehr wachsam durch die Welt geht. Ich traue ihm zu, Schalke wieder auf den Weg zu bringen. Er wäre der richtige Mann dafür», sagte Beckenbauer während der Exekutiv-Sitzung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Kopenhagen.

Kahn habe beim FC Bayern München in Uli Hoeneß «einen hervorragenden Lehrmeister» gehabt, «von dem er sich viel abgeschaut hat», erklärte Beckenbauer. Kahn bezeichnete ein denkbares Engagement in Gelsenkirchen im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) als «hochinteressante Geschichte». Andere Kandidaten wie Eintracht Frankfurts Vorstands-Vorsitzender Heribert Bruchhagen und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hatten den Schalkern abgesagt.

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