Bayern setzt Aufholjagd fort: 3:0 in Bochum
Bochum (dpa) - 14.03.2009, 18:24 Uhr
Der Münchner Philipp Lahm jubelt nach dem Treffer zum 2:0.
Mit einem glanzlosen Pflichtsieg beim VfL Bochum hat der FC Bayern München seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt. Der deutsche Fußball-Rekordmeister siegte im ausverkauften Bochumer Stadion verdient mit 3:0 (1:0) und blieb Spitzenreiter Hertha BSC auf den Fersen. Zwar bot die Mannschaft von Jürgen Klinsmann vor 31 328 Zuschauern alles andere als ein spielerisches Feuerwerk, gewann durch die Tore von Zé Roberto (32. Minute), Philipp Lahm (60.) und Martin Demichelis (90.) letztlich aber souverän. Mit einem vergebenen Strafstoß von Lukas Podolski verpassten die Münchner sogar einen höheren Sieg, der insbesondere nach dem Platzverweis von Bochums Innenverteidiger Marc Pfertzel (48.) nie in Gefahr geriet. «Aus unserer Sicht ist das Ergebnis sehr erfreulich und angenehm. Wir wissen, dass Hertha auch gewonnen hat und der Abstand gleich geblieben ist. Aber wir wollen weiter Druck auf die Spitze ausüben», sagte Klinsmann. Sein Bochumer Kollege Marcel Koller war zwar enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört. «Wir hatten durch Dabrowski die erste große Möglichkeit. Die Bayern kamen einmal vor das Tor und der Ball war gleich drin. Nach der Roten Karte für Pfertzel haben die Bayern das Spiel immer mehr kontrolliert und für uns war es schwer», sagte der Schweizer.
Vier Tage nach der Champions-League-Gala gegen Sporting Lissabon (7:1) verbreitete der FC Bayern ohne die verletzten Franck Ribéry, Luca Toni, Tim Borowski und Hamit Altintop vor der Pause wenig Glanz. Zu allem Überfluss verletzte sich Nationalstürmer Miroslav Klose nach gut einer halben Stunde und musste durch Ernesto Sosa ersetzt werden. Wie schwer Kloses Verletzung ist, konnte Klinsmann noch nicht sagen. Klose war in ein Loch getreten und hatte sich am rechten Fuß verletzt. «Er hat einen Kompressionsverband bekommen und wir nehmen ihn erstmal mit nach Hause. Dort wird es weitere Untersuchungen geben», erläuterte Klinsmann. Kurz nachdem Klose das Spielfeld verlassen hatte, nutzte der Rekordmeister seine erste Torchance. Nach einem Kopfballduell im Bochumer Strafraum schaltete Zé Roberto am schnellsten und jagte den Ball zur Führung ins Netz. Bis dahin hatte sich der VfL, der auf drei verletzte Stammkräfte in der Abwehr verzichten musste, achtbar aus der Affäre gezogen. Über weite Strecken wirkten die Bochumer engagierter und zweikampfstärker. Die Mannschaft von Coach Koller hätte sogar nach gut einer Viertelstunde in Führung gehen können. Doch Christoph Dabrowski, der erneut eine starke Leistung zeigte, scheiterte an dem gut reagierenden Bayern-Keeper Michael Rensing (14.). |