HSV will gegen Cottbus wieder in Erfolgsspur
Hamburg (dpa) - 14.03.2009, 14:37 Uhr
HSV-Trainer Martin Jol (l) und Sportchef Dietmar Beiersdorfer diskutieren miteinander.
Gegen den FC Energie Cottbus will Fußball-Bundesligist Hamburger SV am Sonntag wieder zurück in die Erfolgsspur finden. «Wir sollten uns wieder auf unsere Stärken besinnen», forderte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. «Wir werden optimistisch und zielgerichtet in die Partie gehen. Wenn wir gewinnen, stehen wir in der Liga wieder gut da», sagte er weiter. Nach bereits 35 Gegentoren in der Bundesliga und den Niederlagen gegen Wolfsburg und in Mönchengladbach wird Trainer Martin Jol die zuletzt verunsicherte Defensive erneut umstellen. Im Vorjahr hatte der HSV nach 23 Spieltagen erst 17 Gegentore kassiert. Michael Gravgaard wird nach überstandenen Leistenproblemen wohl wieder in die Innenverteidigung rücken, Jerome Boateng kehrt auf die rechte Seite der Viererkette zurück. «Cottbus hat viel Qualität, aber ich erwarte einen Sieg», erklärte Jol. Der brasilianische Abräumer Alex Silva könnte durch Mickael Tavares ersetzt werden.
Die Lausitzer müssen ohne ihren Mittelfeld-Regisseur Ervin Skela auskommen. Der Albaner fehlte beim Abschlusstraining und konnte die Reise nach Hamburg nicht antreten. «Für uns ist das ein Rückschlag, weil Ervin Skela eine zentrale Rolle in unserem System einnimmt. Wir müssen jetzt eine neue Variante finden», sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar. Auch in der Abwehr dürfte es Umstellungen geben. «Die Balance von Offensive und Defensive muss wieder besser werden», sagte Prasnikar. Cottbus kassierte in den vergangenen beiden Bundesliga-Partien jeweils drei Gegentore und blieb ohne Punkt. Als Konsequenz droht Linksverteidiger Daniel Ziebig die Ersatzbank, seinen Platz könnte der bisherige Rechtsverteidiger Ivan Radeljic einnehmen. In der Innenverteidigung gilt der Türke Cagdas Atan als gesetzt, für den Platz von Mario Cvitanovic steht noch der Rumäne Ovidiu Burca zur Verfügung. Prasnikar fehlen außerdem die drei Langzeitverletzten Mariusz Kukielka, Marco Kurth und Vragel da Silva. Der slowenische Coach hatte den HSV im UEFA-Cup-Spiel gegen Galatasaray Istanbul beobachtet. Das 1:1 änderte nichts an seiner Meinung: «Der HSV hat eine sehr gute Qualität. Ich habe allerdings auch gesehen, dass sie in der Defensive ein paar Probleme haben. Das wollen wir für uns nutzen», sagte Prasnikar.
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