VfB nach 2:0 in Karlsruhe auf Europacup-Kurs
Karlsruhe (dpa) - 01.03.2009, 20:01 Uhr
Der Stuttgarter Elson (vorne) erzielt den Treffer zum 1:0.
Derbysieger VfB Stuttgart hat Kurs auf die Europapokal-Plätze gehalten und den Karlsruher SC in noch größere Abstiegsnot gebracht. Der Brasilianer Elson (50. Minute) und Sami Khedira (88.) trafen im brisanten baden-würtembergischen Duell zum Stuttgarter 2:0 (0:0)-Sieg. Vor 29 252 Zuschauern im ausverkauften Karlsruher Wildpark- Stadion blieb Markus Babbel auch im achten Bundesliga-Spiel als VfB-Teamchef ungeschlagen. Mit 36 Punkten behielt Stuttgart als Tabellensiebter Tuchfühlung zu den UEFA-Cup-Plätzen, der KSC bleibt mit 17 Zählern auf Rang 17. «Wir müssen bis zum Schluss an unser Ziel glauben. Wenn wir uns jetzt aufgeben, sind wir fehl am Platz», beschwor KSC-Torwart Miller fast schon Durchhalteparolen. «Hochzufrieden» mit dem Ergebnis war VfB-Teamchef Babbel: «In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Stärken herausgespielt. Daher war es ein verdienter Sieg.» Babbels Karlsruher Trainerkollege Edmund Becker meinte: «Das ist sehr, sehr ernüchternd. Für mich ist unverständlich, wie wir die zweite Halbzeit begonnen haben. Keine Aggressivität, schlecht organisiert in der Defensive.»
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Die Partie hatte mit 15 Minuten Verzögerung begonnen, weil mehrere hundert Chaoten vor dem Wildparkstadion dem VfB-Mannschaftsbus die Zufahrt versperrt hatten und von berittenen Polizisten zurückgedrängt werden mussten. Die Randalierer brüllten daraufhin Schmähparolen gegen den VfB und warfen Feuerwerkskörper. Erst auf Umwegen erreichte der Bus einen anderen Stadioneingang. Bei dem badisch-schwäbischen Derby waren insgesamt mehr als 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Nach dem Aus im UEFA-Pokal durch die 1:2-Heimniederlage gegen Zenit St. Petersburg hatte Babbel die VfB-Mannschaft gleich auf sechs Positionen umgestellt. Innenverteidiger Georg Niedermeier und Mittelfeldakteur Timo Gebhart feierten ihr Bundesliga-Debüt. Die vielen Umstellungen zahlten sich im Stuttgarter Spiel nicht aus. Nach vorn unterliefen den Schwaben viele Stockfehler, die Abwehr war ein ums andere mal nicht sattelfest. Mit einem Beinschuss düpierte Sebastian Freis VfB-Verteidiger Ludovic Magnin, der dann Freis am Trikot zog. Schiedsrichter Felix Brych (München) bewertete diese Aktion (13.) aber nicht als strafstoßwürdig. |