«Prinz Poldi» war die Lust auf Karneval vergangen. Bei seinem Comeback im Bayern-Trikot ereilte den Fußball-Nationalspieler ausgerechnet im Bundesliga-Spiel gegen den von ihm heiß und innig geliebten 1. FC Köln die Höchststrafe: Schon zur Pause wechselte Jürgen Klinsmann ihn aus.
«Das war kein schöner Nachmittag», gestand Podolski nach der 1:2 (0:2)-Heimniederlage und gab selbstkritisch zu: «Ich habe nicht gut gespielt.» Die Auswechslung war ein weiterer Tiefschlag für den 23-Jährigen, der am Saisonende nach Köln zurückkehren wird. «Man hätte jeden zur Pause auswechseln können», haderte der Angreifer mit seinem Schicksal, das neben ihm auch noch den blassen Bastian Schweinsteiger traf. Ein gefährlicher Schuss mit links aus 15 Metern über das Tor (6. Minute) war Podolskis einzige gefährliche Aktion - wieder einmal. «Es war kein normales Spiel für mich. Ich habe versucht, Gas zu geben.»
Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte sich persönlich stark dafür gemacht, dass Podolski in das Bayern-Team zurückkehrte. Nach dem Ausfall von Luca Toni (Achillessehnen-Reizung) gab Klinsmann ihm eine neue Chance und sogar den Vorzug gegenüber Landon Donovan. «Das war nicht unsere Entscheidung, sondern exklusiv die Entscheidung von Jürgen», betonte Rummenigge.
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Einzelkritik vermied der Vorstandsvorsitzende - die Hoffnung der Bayern für das wichtige Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Sporting Lissabon heißt aber nicht Lukas Podolski, sondern Luca Toni. «Ich hoffe, dass er spielen kann», sagte Rummenigge über den gegen Köln vorsorglich geschonten Torjäger: «Er ist ein Spieler, der uns in einer solchen Phase wie jetzt gut zu Gesicht stehen würde.»