Hertha-Profis schieben Frust - Dzeko: Fit wie nie
Wolfsburg (dpa) - 22.02.2009, 10:23 Uhr
Herthas Jaroslav Drobny und Arne Friedrich beschweren sich bei Schiedsrichter Knut Kircher.
Ihren Frust über das schnelle Ende des Berliner Fußball-Märchens vom Bundesliga-Thron luden die Herthaner bei Knut Kircher ab. Der Schiedsrichter war für sie der Sündenbock beim 1:2 (0:0) in Wolfsburg, mit dem Hertha Platz eins nach nur einer Woche wieder abgeben musste. «Das ist ein Witz und verdammt bitter», schimpfte Kapitän Arne Friedrich. «Nur ein blinder Mann sieht nicht, dass das Foul war», sagte Abwehrkollege Josip Simunic, bei dem sich der zweifache VfL-Torschütze Edin Dzeko vor dem Siegtreffer in der 84. Minute aufgestützt hatte. Doch der Pfiff von Kircher blieb aus. «Das ist unfassbar», erregte sich Hertha-Manager Dieter Hoeneß direkt nach Spielende. Etwas später hatte sich seine Wut beruhigt. «Herr Kircher ist eigentlich ein guter Schiedsrichter, aber heute lag er eben daneben», kommentierte er die «Tatsachenentscheidungen» des Referees, der auch ein Tor des Brasilianers Cicero (30.) wegen angeblichen Foulspiels von Rodnei nicht anerkannte.
Trainer Lucien Favre suchte die Schuld ausdrücklich nicht beim Schiedsrichter. «Wir haben nach der 1:0-Führung zu kompliziert gespielt und zu viele Fehler gemacht», analysierte Favre die erste Rückrunden-Niederlage, bei der 25 starke Minuten nicht reichten. «Wir müssen positiv denken. Jedes Spiel wird eng», fügte der Coach mit Blick auf die anderen Ergebnisse hinzu. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit, in der Hertha das Spiel kontrollierte und die von Trainer Felix Magath völlig durchgemischten Wolfsburger viel Wert auf Deckungsarbeit legten, trumpften die Gäste im Stil einer Spitzenmannschaft auf. Cicero (62.) verwertete eine von mehreren Hertha-Chancen per Kopf zur Führung. |