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Notizen vom 18. Bundesliga-Spieltag

Hamburg (dpa) - 01.02.2009, 12:38 Uhr

Der Hoffenheimer Demba Ba (M) scheißt das erste Pflichtspieltor im neuen Stadion.
Der Hoffenheimer Demba Ba (M) scheißt das erste Pflichtspieltor im neuen Stadion.

Das Warten hat ein Ende: Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat begonnen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat einige Notizen des 18. Spieltages zusammengestellt.

RAMPONIERTER RASEN: Schon nach einem Pflichtspiel sah der Rasen in der neuen Rhein-Neckar-Arena aus, als hätten die Hoffenheimer bereits seit Jahren darauf gespielt. «Der Platz lädt nicht gerade zum Traumfußball ein», gestand Mäzen Dietmar Hopp, der die rund 60 Millionen Euro teure Arena finanziert hat. Auch Trainer Ralf Rangnick monierte den ramponierten Untergrund, ließ aufgrund des 2:0-Sieges gegen Energie Cottbus aber Milde walten. «Der Platz ist sicher nicht im besten Zustand, doch so lange wir gewinnen kann ich damit leben», meinte der als Perfektionist bekannte Trainer. Bis der Rasen wieder richtig wächst, setzt Rangnick wie in allen Bereichen auf Experten. «Wir haben gute Leute, die sich um den Rasen kümmern werden.»

PREMIEREN-TORSCHÜTZE: Wenn in einigen Jahren auf die Erfolgsgeschichte von 1899 Hoffenheim zurückgeblickt wird, wird ein Name nicht fehlen: Demba Ba. Der Senegalese erzielte am Samstag gegen Energie Cottbus in der 28. Minute das erste Pflichtspiel-Tor in der Rhein-Neckar-Arena und war danach sichtlich stolz. «Ein geiler Moment», sagte der ansonsten eher schüchterne Angreifer. In der Hinrunde hatte der Herbstmeister ins Mannheimer Carl-Benz-Stadion ausweichen müssen, weil das neue Stadion noch nicht fertiggestellt war. Dort schoss sich Vedad Ibisevic in die Geschichtsbücher des Clubs. Beim 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach erzielte der Bosnier dort das erste Erstliga-Tor für Hoffenheim. Ibisevic benötigte dafür aber drei Minuten länger als Ba. Er traf erst in der 31. Minute.

BOOM: Der VfB Stuttgart kann trotz Wirtschaftskrise stolze Zuwächse vermelden. Erstmals in seiner über 100-jährigen Geschichte zählt der schwäbische Fußball-Bundesligist über 45 000 Mitglieder. Exakt waren es am Samstag vor dem mühsamen 2:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach 45 037.

HOCHZEITS-BOTSCHAFT: Dass Fußball völkerverbindend wirken kann, ist kein großes Geheimnis. Dass er aber Ehen stiftet, ist eher selten der Fall. In Köln geschah es auf leicht verschlungenen Pfaden - und höchst öffentlich. Als FC-Fan Rüdiger Bruchwitz beim Hinrunden- Heimspiel gegen Hamburg vor 50 000 Zuschauern via Fanbox-Botschaft um das Ja-Wort bat, war seine Freundin Iris Allisat so erstaunt, dass sie nicht Nein sagen konnte. Am 30. Dezember wurde die Ehe geschlossen - der Fußball als Heiratsvermittler.


SCHLAF-RASEN: Auf eines waren weder Christoph Daum noch Felix Magath gut zu sprechen: Den Rasen des Kölner WM-Stadions. Beim 1:1 zwischen Daums Kölnern und Magaths Wolfsburgern war das Geläuf in einem erbärmlichen Zustand. «Oh Gott, oh Gott», rief Daum am Donnerstag vor dem Spiel beim Anblick des kaputten Untergrunds aus. Doch Daum konzedierte, dass «die Leute noch das Beste aus dem Platz rausgeholt haben». Er selbst sei ja kein Rasen-Doktor, meinte Daum, wagte sich aber trotzdem an eine Analyse. Während der starken Kälte sei das Grün wohl abgedeckt gewesen, «und es ist aus dem Winterschlaf noch nicht wieder erwacht». Und schnell einen Neuen zu verlegen - das gehe momentan auch nicht: «Alles gefroren. Und einen Platz hat man ja nicht auf der Theke liegen.»

KRITIK: Hans-Joachim Watzke hat erneut Kritik an der Verteilung der TV-Gelder geübt. «Wer kauft bei Premiere die Abos? Sind das in der Mehrzahl die Fans von Dortmund und Schalke oder von Leverkusen und Wolfsburg?», fragte der BVB-Geschäftsführer. Zwei Tage nach der schwierigen Einigung der 36 Proficlubs machte er sich in der BVB- Stadionzeitung für eine stärkere Berücksichtigung von Traditionsvereinen bei den TV-Erlösen stark: «Der Boom in der Bundesliga ist auf die Traditionsclubs mit ihren Fans zurückzuführen.»

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