96-Keeper Enke hofft auf Länderspiel-Comeback
Vila Nova de Cacela (dpa) - 18.01.2009, 14:37 Uhr
Robert Enke will nach seinem Comeback auch wieder das Nationaltrikot überziehen.
Trotz eines Patzers ist Nationaltorhüter Robert Enke mit seinem Comeback nach mehr als drei Monaten Pause sehr zufrieden. «Ich habe mich selten so wenig über einen Fehler geärgert», sagte der Torwart des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 im Trainingslager im portugiesischen Vila Nova de Cacela. Der 31-Jährige war einfach glücklich. Ihm war viel wichtiger, dass er überhaupt wieder spielen konnte, die verletzte Hand keine Probleme bereitete und er sich auch wieder Hoffnung auf Länderspiel-Einsätze machen darf. «Ich hätte beim Eckball vor dem 0:1 an den Ball kommen können, aber damit kann ich leben», sagte Enke zum 2:1-Sieg seines Teams im Test gegen den Zweitligisten FC Augsburg. «Es war eine guter Einstand nach 100 Tagen mit kleinen Schönheitsfehlern», kommentierte Enke, um dessen Zukunft in Hannover es immer wieder Spekulationen gibt. Wie lange, fragen sich die 96-Fans, bleibt der Spitzenkeeper bei dem niedersächsischen Verein, der auch im kommenden Jahr wohl nicht international spielen wird. Und Enke hat bereits vor dem Comeback gesagt: «Fakt ist, dass ich gerne noch einmal international spielen und in Deutschland einen Titel gewinnen würde »
Sein nächsten Ziele sind aber das Comeback in der Bundesliga und dann in der Nationalmannschaft. Enke will nichts überstürzen, er plant langfristig und hat die Weltmeisterschaft 2010 im Blick. Zunächst soll es in kleinen Schritten gehen. Beim Rückrundenauftakt gegen Schalke will der 31-jährige Keeper «nahe an 100 Prozent sein». Bereits nach der zweiten Punktpartie steht das Länderspiel gegen Norwegen in Düsseldorf an. «Ob eine Nominierung dann schon Sinn macht, muss man sehen», sagte Enke. Kontakt zum Bundestrainer-Stab hat es in der Zwischenzeit gegeben, per SMS mit Trainer Joachim Löw und per Telefonat mit Torwart-Coach Andreas Köpke. Den vorderen Platz in der Hierarchie der Nationalmannschaft, den er schon fast sicher zu haben schien, hat er allerdings verloren. «Der Kampf um die Nummer eins ist völlig offen», sagte Enke. |