Ibisevic-Aus schockt Hoffenheim
La Manga (dpa) - 15.01.2009, 20:40 Uhr
Hoffneheim muss für Vedad Ibisevic Ersatz finden.
Noch bevor sich die niederschmetternde Diagnose Kreuzbandriss bei Top-Torjäger Vedad Ibisevic bestätigte, trieben die Verantwortlichen von Herbstmeister 1899 Hoffenheim die Suche nach einem Nachfolger voran. «Es ist klar, dass wir die Sache jetzt intensivieren», sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. «Unser Kader ist eh sehr eng und klein.» Ibisevic hatte sich in Heidelberg einer weiteren Kernspin-Untersuchung unterzogen, die die schlimmsten Befürchtungen bestätigte: Der Bosnier hat sich im Test gegen den Hamburger SV (0:2) bei einem Zusammenprall mit Jerome Boateng das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen hat und muss operiert werden. Wann und wo sich der 24-Jährige dem Eingriff unterziehen wird, steht noch nicht fest. Manager Jan Schindelmeiser geht davon aus, dass der Bosnier mindestens ein halbes Jahr fehlen wird. Die Fahndung nach einem neuen Torjäger will der Manager zunächst aus dem Trainingslager in Spanien betreiben. Dabei lässt sich der Manager alle Optionen offen und schließt auch ein Leihgeschäft nicht aus. Beim neuen Stürmer soll es sich dabei um einen ähnlichen Spielertypen wie den 24-jährige Ibisevic handeln, der in der Hinrunde mit 18 Treffern seine Qualitäten unter Beweis gestellt hatte.
«Wir hatten schon vorher eine Vorstellung davon, welches Profil Angreifer, die für uns infrage kommen, haben sollen. Jetzt konzentriert sich der Fokus natürlich auf die große Lücke, die Vedad hinterlassen wird», sagte Schindelmeiser, der weiß, dass die Suche nicht einfach wird: «Welcher Verein gibt schon jetzt seinen besten Torjäger ab?» Rangnick machte deutlich, dass der Club für den neuen Angreifer auch von seinem bisherigen Stil, auf junge, talentierte Spieler zu setzen, abweichen werde. «Er kann ruhig auch ein bisschen älter als Vedad sein. Vor allem muss er seine Torjäger-Qualitäten nachgewiesen haben und sowohl menschlich als auch finanziell bei uns reinpassen», sagte der Coach. Schindelmeiser machte jedoch klar: «Wir zahlen nicht jeden Preis.» |