Diskussion über Hoeneß-Nachfolge im Januar
München (dpa) - 21.12.2008, 12:07 Uhr
Uli Hoeneß will präsident des FC Bayern München werden.
Karl-Heinz Rummenigge hat bei der Suche nach einem Nachfolger für Manager Uli Hoeneß baldige Gespräche mit dem Kontrollgremium des FC Bayern München angekündigt. «Im Januar werden wir konkret mit dem Aufsichtsrat diskutieren», sagte der Vorstandschef des deutschen Fußball-Meisters in einem Interview mit der «tz». Hoeneß will sich bei der Jahreshauptversammlung im kommenden Jahr als Nachfolger von Franz Beckenbauer zum Präsidenten wählen lassen und seinen Manager-Posten nach 30 Jahren räumen. «Es ist schwierig bis unmöglich, den Uli zu 100 Prozent zu ersetzen. Aber er ist ja nicht aus dem Verein. Er geht nur eine Tür weiter und wird intensiv weiter dabei sein», sagte Rummenigge und befand mit Blick auf die Nachfolger-Suche: «Der Kreis der Kandidaten ist natürlich sehr limitiert. Ganz wichtig ist der sportliche Part. Da ist er sehr nah am Trainer und an der Mannschaft. Das ist die wichtigste Komponente, die der Nachfolger bringen muss.»
Auch im vereinseigenen «fcb.tv» betonte er die «schwere Wahl»: «Uli Hoeneß ist die Seele des FC Bayern, wir wissen, welche Verdienste er für diesen Club hat. Unter seiner Ägide ist der FCB stetig gewachsen. Umso schwerer wird die Nachfolgeregelung. Trotzdem werden wir diese Personalie lösen müssen.» Der 56-jährige Hoeneß selbst hatte versprochen, weiter aktiv in seinem FC Bayern mitzuwirken. «Ich werde dem Verein ja nicht verloren gehen. Die Handschrift des Uli Hoeneß wird auch weiterhin in irgendeiner Form zu sehen sein», hatte der Manager erklärt. Auch Trainer Jürgen Klinsmann hofft auf weitere Ratschläge von Hoeneß. «Uli weiß, dass es unser großer Wunsch ist, dass er ein paar Jährchen in der bisherigen Funktion weitermacht. Aber er allein trifft die Entscheidung. Er ist Gold wert mit all' seiner Erfahrung», hatte der Coach in einem dpa-Interview erklärt. «Er hat den Verein zu dem gemacht, was er ist, einer der größten der Welt.»
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