Die Mannschaft aus dem 3300-Seelendorf in Nordbaden zeigte mit mutigen und schnellem Offensivspiel, dass sie zu Recht an der Tabellenspitze steht. Nach flotter, aber torloser erster Halbzeit, in der die Bayern trotz mehr Ballbesitz kaum zwingende Chancen gegen den im Spiel nach vorne stets gefährlichen Provinzclub hatten, kam Hoffenheim hellwach aus der Kabine. Nach Zuspiel von Tobias Weis setzte sich Ibisevic gegen Massimo Oddo durch und ließ beim 18. Saisontor seine ganze Klasse aufblitzen. Es brannte weiter im Bayern-Strafraum, doch Torwart Michael Rensing (54.) und Lucio (55.) klärten in höchster Not. Dann fasste sich Lahm ein Herz und erzielte mit einem Schuss aus 16 Metern, der von Marvin Compper abgefälscht wurde, den Ausgleich. Nach Flanke von Oddo vergab Toni (68.) per Kopfball das zweite Bayern-Tor. Nach den verbalen Scharmützeln, die sie sich unter der Woche geliefert hatten, eröffneten beide Kontrahenten ihr in 168 Länder der Welt live übertragenes erstes Pflichtspielduell mit enormem Tempo, Mut zur Offensive und Chancen auf beiden Seiten. Demba Ba (7./9.) versuchte es zwei Mal, Toni (12.) traf nach Zuspiel von Zé Roberto nur das Außennetz. Zwei Minuten später lieferte der italienische Weltmeister den ersten Aufreger, doch Schiedsrichter Florian Mayer fiel auf Tonis Schwalbe nicht herein und gab zu Recht keinen Strafstoß. Hoffenheim sorgte mit schnellem Umschalten von Abwehr auf Angriff immer wieder für Gefahr und beeindruckte Bundestrainer Joachim Löw, der in der Halbzeitpause feststellte: «Hoffenheim versucht permanent nach vorne zu spielen und schnell zum Abschluss zu kommen.» Die Bayern dominierten aber die Partie und ließen sich von den teilweise harten Attacken des Gegners nicht beeindrucken. Auf die meist über die linke Seite mit Wirbelwind Frank Ribéry vorgetragenen Angriffe hatte sich Hoffensheims Defensive schnell eingestellt. Wirbelwind Frank Ribéry war zumeist abgemeldet.
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