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Münchner Verbalattacken Richtung Hoffenheim

München (dpa) - 01.12.2008, 13:35 Uhr

Bayern-Manager Uli Hoeneß stichelt gegen Hoffenheim.
Bayern-Manager Uli Hoeneß stichelt gegen Hoffenheim.

Mit spitzer Zunge stimmt sich der FC Bayern München auf das Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim ein.

«Natürlich sind wir besser als Hoffenheim. Da wird übrigens mehr Geld bezahlt, als sie überall rumerzählen. Trotz der Finanzkrise hat der Herr Hopp schon noch ein paar Euro übrig» - mit diesen Worten hat Bayern-Manager Uli Hoeneß das Verbalduell vor dem Aufeinandertreffen des Rekordmeisters gegen den Tabellenführer der Fußball-Bundesliga am Freitag in München eröffnet.

«Ich weiß nicht, warum Herr Hoeneß es nötig hat, sich über die Gehälter anderer Vereine auszulassen. Er will nur Unruhe stiften», entgegnete Dietmar Hopp, der milliardenschwere Mäzen des Aufsteigers und Dorfvereins, in der «Bild»-Zeitung. Der SAP-Mitbegründer befindet sich derzeit in Florida und wird wohl auch nicht zum Schlager in der Allianz Arena aus den USA einfliegen. Im Sportmagazin «kicker» tippte Hopp auf ein 2:2 - das würde den frechen Hoffenheimern trotz der noch ausstehenden letzten Vorrunden-Partie gegen Schalke 04 wohl zur Herbstmeisterschaft reichen.

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Jan Schindelmeiser hat in der Branche zwar keinen so großen Namen wie Hoeneß, weiß sich aber gegen die Giftpfeile seines Kollegen zu wehren. «Mit den Gehältern von Ribéry, Toni und Klose könnten wir unseren gesamten Kader finanzieren», sagte der 1899-Manager.

Zudem kündigte er für den Fall, dass die Münchner versuchen, einen Profi des Titel-Kontrahenten abzuwerben, schon mal an: «Wir werden keinen Spieler an einen anderen Bundesligisten abgeben, das gilt auch für die Bayern.» Und wenn die Verlockung des Geldes zu groß ist? «Unsere Spieler sind schlau. Die wissen, was sie hier haben», erklärte Schindelmeiser und verwies auf den Fall Sejad Salihovic: Der Freistoßspezialist, der angeblich auch vom FC Bayern umworben war - was die Hoffenheimer wiederum als Störmanöver werteten - hat seinen Vertrag bei den Nordbadenern kürzlich bis 2012 verlängert.


Schindelmeiser und Hopp schätzen ohnehin mehr die leisen Töne und wohl gewählte Worte. «Wir sehen uns nicht auf Augenhöhe mit den Bayern, was die Struktur angeht. Aber für uns spricht die Unbekümmertheit und die Art und Weise, wie die Mannschaft Fußball spielt», meinte der Manager. Hoeneß hingegen hatte nach dem 2:0-Sieg im Verfolgerduell am Samstag bei Bayer Leverkusen gemeint: «Die Leistung der zweiten Halbzeit von Leverkusen reicht auch gegen Hoffenheim, da können Sie sicher sein.»

1899-Trainer Ralf Rangnick macht dieser Tage jedoch nicht den Eindruck, als denke er nur eine Sekunde daran, in München zu verlieren. «Wenn wir ganz couragiert auftreten, können wir auch dort was holen», sagte der 50-Jährige. Respektvolle Worte hat Franz Beckenbauer für die Hoffenheimer übrig. «Da kann man nur den Hut vor ziehen und gratulieren», sagte der Bayern-Präsident zu dem Aufstieg und kündigte an. «Die werden am Freitag in München verlieren, aber ich glaube, Hoffenheim wird trotzdem Herbstmeister.»

Ebenso wie die Funktionäre und Trainer fiebern die Spieler dem Gipfel entgegen. «Das wird eine heiße Schlacht, ein echter Fight», meinte Bayern-Torwart Michael Rensing. Für seinen Kollegen Zé Roberto ist die Begegnung «fast ein Finale. Endlich haben wir die Möglichkeit, Hoffenheim zu schlagen. Wir gehören einfach auf Platz eins.» Viel Respekt vor Hoffenheim hat Trainer Jürgen Klinsmann: «Da werden zwei Klasse-Mannschaften aufeinandertreffen.»

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