Endspurt um den Herbsttitel der Bundesliga
Düsseldorf (dpa) - 28.11.2008, 14:18 Uhr
Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann schielt auf die Herbstmeisterschaft.
Sportlich ist der Titel eigentlich wertlos - und doch heiß begehrt. Die Herbstmeisterschaft steht nicht nur auf dem Wunschzettel des FC Bayern München ganz oben. Nach dem dürftigen Saisonbeginn nimmt der Rekordmeister die Spitze ins Visier. «Jetzt haben wir die Vergleiche mit den beiden Clubs, die noch vor uns stehen. Und wir wollen sie vor Weihnachten überholen», sagte Trainer Jürgen Klinsmann vor den nun anstehenden Top-Duellen mit dem Zweiten aus Leverkusen und dem Spitzenreiter aus Hoffenheim. Zum Schlagerspiel des 15. Spieltags reisen die Bayern mit reichlich Rückenwind. Schließlich gewannen sie neun der letzten zehn Pflichtspiele gegen Leverkusen. Zudem ist der Platz an der Sonne nach zuletzt acht Bundesliga-Partien ohne Niederlage nur noch drei Punkte entfernt. Im Anschluss an das souveräne 3:0 in der Champions League über Steaua Bukarest am Dienstag brachte Klinsmann das gewachsene Selbstvertrauen zum Ausdruck: «Wir schielen auf Platz eins.»
Anders als die Bayern konnten sich die Leverkusener nicht mit einem Erfolgserlebnis einstimmen. Beim 1:2 in Bielefeld verspielte das Team von Bruno Labbadia die Tabellenführung. «Da war die Körpersprache meiner Jungs nicht normal», befand der Trainer. Doch weder das schwache Spiel des eigenen Teams noch der Aufwärtstrend des Gegners können ihn schrecken: «Natürlich haben die Bayern zuletzt stark aufgetrumpft. Aber wenn wir gewinnen wollen, müssen wir unser Spiel durchdrücken.» Aus der Pole-Position geht Hoffenheim in den vorweihnachtlichen Endspurt. Für den Fall, dass der Aufsteiger als Tabellenführer überwintert, wachsen die Chancen auf ein Fußball-Märchen. Immerhin fünfmal stand der Herbstmeister in den vorigen sechs Spielzeiten auch am Ende vorn. Gut möglich, dass die Führung am Wochenende ausgebaut wird. Denn Gegner Bielefeld ist seit 23 Partien und damit so lange wie kein anderer Club ohne Auswärtssieg. Dennoch stapelt Trainer Ralf Rangnick tief: «Wir bleiben dabei, dass die Herbstmeisterschaft bei uns kein Thema ist, sondern nur das nächste Spiel.» |