Hamburg (dpa) - 13.11.2008, 12:24 Uhr

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Trotz der sportlich guten Situation gibt es hinter den Kulissen des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV einen Kampf um die Macht im Verein.
Vor der Mitgliederversammlung am 25. Januar, bei der der zwölfköpfige Aufsichtsrat neu gewählt wird, macht sich der Ratsvorsitzende Horst Becker Sorgen um den Traditionsclub. «Der Verein steht vor einer Zerreißprobe. Es wäre schlimm, käme es zu einer Blockwahl», sagte Becker dem «Hamburger Abendblatt».
Die gut organisierte Fan-Abteilung «Supporters», die mit 46 000 Mitgliedern die größte Gruppierung unter den insgesamt 58 000 Vereinsmitgliedern stellt, will für die Wahl mobil machen. Vielen ist die Politik des Vorstandes um Bernd Hoffmann zu sehr auf wirtschaftliche Ziele ausgerichtet. Der angestrebten Ausgliederung steht die Mehrheit der Fans zudem kritisch gegenüber. Bei den Vereins-Verantwortlichen besteht die Befürchtung, dass die «Supporters» so viele Interessenvertreter im Aufsichtsrat unterbringen, dass sie die Arbeit des Vorstands blockieren können.
Hoffmanns Vertrag als Vorstandsvorsitzender und der seiner Vorstandskollegin Katja Kraus laufen bis 2011. «Es scheint so zu sein, dass man vier, fünf oder sechs Leute unterstützen will. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass bestimmte Ziele verfolgt werden», sagte Becker. Der HSV hat in Erwartung einer regen Teilnahme für den 25. Januar erstmals einen größeren Saal gemietet, in den 7000 Mitglieder passen.