Studie: Bundesliga im Merchandising 3. in Europa
Köln (dpa) - 12.11.2008, 14:03 Uhr
Auch Schokoladen-Weihnachtsmänner in den Vereinsfarben gehören zum Merchandising-Angebot der Bundesligisten.
Die Fußball-Bundesliga belegt bei der Vermarktung von Fan-Artikeln durch die Clubs im europäischen Vergleich den dritten Platz. Die höchste deutsche Spielklasse nimmt durch Merchandising 127 Millionen Euro im Jahr ein und liegt damit hinter der englischen Premier League (171) und der spanischen Primera Division (145). Dies geht aus dem European Football Merchandising Report hervor, den die Agentur SPORT + MARKT in Köln vorstellte. Nach Angaben des Unternehmens wurde erstmals europaweit der Markt für Fußball-Merchandising untersucht. Dazu wurden im Sommer 2008 alle 116 Erstliga-Clubs der sechs führenden europäischen Fußball-Ligen in Deutschland, England, Spanien, Frankreich, Italien und Niederlande schriftlich befragt. Hinzu kam eine repräsentative Befragung von 3650 Fans von Mannschaften dieser Ligen.
Der Untersuchung zufolge erzielen die Clubs in Europas Top-Ligen einen Gesamtumsatz von 8,04 Milliarden Euro. Mit 10,4 Prozent ist der Anteil des Merchandising am Umsatz in Spanien am höchsten, die Bundesliga folgt mit einem Anteil von 8,9 Prozent. Nur 4,4 Prozent erwirtschaftet Italiens Serie A aus dem Verkauf von Merchandising- Artikeln. Dabei besteht ein gravierender Unterschied zwischen den Spitzenclubs und den übrigen Teams, wie die Studie ergab. Während die 20 Top-Vereine im Schnitt jährlich 21,2 Millionen Euro durch Merchandising einnehmen, müssen sich die übrigen 96 mit durchschnittlich 2,0 Millionen begnügen. Die Unterschiede im Kaufverhalten sind groß. Der deutsche Fan gibt im Schnitt 35,40 Euro im Jahr für Fan-Artikel aus. Damit rangiert die Bundesliga in der von England (65,40 Euro) angeführten Rangliste nur auf dem fünften Platz. Noch zurückhaltender beim Kauf von Fan- Artikeln sind die Italiener mit 23,30 Euro. Die meisten Käufer kommen aus der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen (34 Prozent), gefolgt von den 30- bis 49-Jährigen (33 Prozent). |