Dortmunds Präsident Reinhard Rauball, gleichzeitig Chef der Deutschen Fußball Liga, mahnte alle Beteiligten zu mehr Besonnenheit. «Diese Diskussionen sind nicht positiv für den Fußball», sagte er den «Ruhr-Nachrichten». Der Rechtsanwalt empfahl Spielern und Trainern einen Blick nach England. «Da gibt es keine Schwalben oder Spielverzögerungen. Da wird nicht über die Schiedsrichter gewettert. Manchmal ist weniger einfach mehr.» Klopp wehrte sich gleichwohl in der «Bild»-Zeitung dagegen, jetzt zusammen mit anderen an den Pranger gestellt zu werden: «Dass ich jetzt in Bezug auf Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichtern mit Jens Lehmann und anderen in eine Tonne geschmissen werden soll, sehe ich nicht ein.» Roth kritisierte die Verhaltensweise des Dortmunder Trainers heftig. «Jürgen Klopp hat seine Vorbildfunktion mit Füßen getreten.» Klopp, gegen den der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen eingeleitet hat, fürchtet deshalb, «dass sie jetzt an mir ein Exempel statuieren werden.» Koch verwies dagegen darauf, dass das Sportgericht durchaus registriere, wenn die Betroffenen ihre Fehler eingestehen. Dies habe das Beispiel des Bremers Claudio Pizarro gezeigt, der sich für seine Schiedsrichter-Kritik entschuldigt hatte und deshalb mit einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro davongekommen war. «Dann machen wir auch unsererseits Angebote, weil es uns nicht darum geht, Spieler permanent zu bestrafen, sondern einen besseren und verständnisvolleren Umgang zwischen Spielern und Schiedsrichtern zu schaffen», sagte Koch.
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