Cottbus (dpa) - 30.10.2008, 15:51 Uhr
Energie-Trainer Bojan Prasnikar weist die Vorwürfe zurück.
Nach den Debatten um mangelnde Fitness und zu hartes Training beim Fußball-Bundesligisten Energie Cottbus hat sich Trainer Bojan Prasnikar vehement verteidigt und dabei Anleihe bei Giovanni Trapattoni genommen.
«Die Punkte kommen nicht von allein oder durch den lieben Gott, wir müssen sie uns verdienen. Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir hart arbeiten», wetterte der Slowene und setzte zu einem Monolog an. «Einige denken, es geht mit wenig Training, nur Relaxen, nur Urlaub», sagte Prasnikar, dessen Trainingsmethoden nach dem schwachen Saisonstart der Lausitzer in die Diskussion gekommen waren.
Mit sechs Punkten stehen die Lausitzer nach zehn Spieltagen am Tabellenende. Auch aus der Mannschaft hatte es Zweifel an der körperlichen Leistungsfähigkeit gegeben. Zu Hause sind die Cottbuser noch ohne Sieg, nun kommt Schalke 04 ins Stadion der Freundschaft. «Ich weiß ganz genau, was wir für die Bundesliga brauchen», betonte Prasnikar.
Trapattoni hatte in seine Wutrede als Bayern-Coach vor zehn Jahren getobt: «Ein Trainer ist nicht ein Idiot. Ein Trainer sehen, was passieren in Platz.» Prasnikar blieb etwas ruhiger, aber bestimmt: Man könne in der Bundesliga nicht zu viel trainieren, sondern nur zu wenig. Gegen Schalke muss der Energie-Coach erneut einige wichtige Spieler ersetzen.