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VfB Stuttgart mit Rekordgewinn in 2007

Stuttgart (dpa) - 14.10.2008, 21:42 Uhr

Erwin Staudt ist der Präsident des VfB Stuttgart.
Erwin Staudt ist der Präsident des VfB Stuttgart.

Dank des Meistertitels und der Champions-League-Teilnahme hat der VfB Stuttgart das Geschäftsjahr 2007 mit einem Rekordgewinn abgeschlossen und seine Schulden deutlich reduziert.

Bei einem Umsatz von mehr als 132 Millionen Euro habe der Fußball- Bundesligist zum 31. Dezember 2007 ein Plus von 7,8 Millionen Euro bilanziert, sagte Finanzvorstand Ulrich Ruf bei der VfB-Mitgliederversammlung. «Das ist das beste Vereins-Ergebnis unserer 115-jährigen Geschichte. Wir können auf dieses Ergebnis stolz sein», urteilte VfB-Präsident Erwin Staudt.

Ende 2006 lag der Überschuss noch bei 236 000 Euro; der Umsatz betrug 77,3 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten der Stuttgarter beliefen sich Ende 2007 auf 7,6 Millionen Euro nach 14,8 Millionen zwölf Monate zuvor. «Das ist das Ergebnis eines sportlich überaus erfolgreichen Jahres», erklärte Staudt am Dienstagabend vor 730 Mitgliedern im Carl-Benz-Center. In das Geschäftsjahr 2007 fallen die erfolgreiche Bundesliga-Rückrunde des VfB mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und dem Einzug ins DFB-Pokalfinale. Noch lukrativer allerdings waren die sechs Champions-League-Partien in der Hinrunde der zurückliegenden Saison, die rund 30 Millionen Euro in die Kassen des Vereins spülten.

Ruf sprach daher von einem «maximalen unvorhergesehenen Erfolg», der dem Club die glänzenden Bestmarken bei Umsatz und Ertrag bescherte. Deutlich höhere TV-Einnahmen, der reißende Absatz von Fan-Artikeln sowie die Auszahlung des Millionen-Überschusses der Fußball- Weltmeisterschaft an die Bundesliga-Vereine trugen ebenfalls zum positiven Ergebnis bei. Deutlich höher waren allerdings auch die Kosten für die Profi-Abteilung. Prämien und Vertragsverlängerungen ließen die Aufwendungen der Schwaben von 35,5 Millionen auf 50,2 Millionen Euro klettern. Die Transfer-Einnahmen sanken von gut 11 Millionen Euro auf 4,7 Millionen.

Angesichts der gestiegenen Personalkosten und des schwächeren sportlichen Abschneidens in der Vorsaison erwartet der VfB für das laufende Geschäftsjahr keine neuen Bilanz-Rekorde. Der Umsatz wird laut Ruf auf rund 100 Millionen Euro sinken. Dennoch müsse der Verein für 2008 kein Abrutschen ins Minus fürchten. «Wir sind guter Dinge, dass wir die schwarze Null oder gar einen leichten Gewinn schaffen.»

Mittelfristig setzt der VfB große Erwartungen in den nach dieser Saison beginnenden Umbau seines Stadions in eine reine Fußball-Arena. «Das ist die entscheidende und unverzichtbare Grundlage, um die Zukunft unseres Vereins in der Bundesliga zu sichern», warb Staudt bei den Mitgliedern für das 60 Millionen Euro teure Projekt, das Ende 2011 abgeschlossen sein soll.


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