Schalke-Keeper Neuer beim 2:2 als Vorbereiter
Gelsenkirchen (dpa) - 06.10.2008, 10:48 Uhr
Bei seinem Bundesliga-Comeback bereitet Neuer (l) das zweite Tor von Kuranyi (M) vor.
Torhüter Manuel Neuer glänzt bei seinem Comeback als Vorbereiter, Kevin Kuranyi trifft gleich doppelt, und dennoch hat der FC Schalke 04 im Kampf um die Bundesliga-Spitze erneut zwei wertvolle Punkte liegen gelassen. «Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Am Ende war es sogar ein glückliches Unentschieden», resümierte Schalkes Coach Fred Rutten nach dem mageren 2:2 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg, der die Partie nach der Roten Karte für Ricardo Costa (71./Notbremse) zwar mit nur zehn Spielern, aber als moralischer Sieger beendete. Nachdem der zuletzt stark kritisierte Kuranyi (20.) nach 467 Bundesliga-Minuten seine Torflaute beendet hatte, war der Revierclub eigentlich auf der Siegerstraße. «Dann haben wir zweimal geschlafen, Wolfsburg hat das zweimal gut ausgenutzt», haderte Heiko Westermann mit den Toren von Edin Dzeko (51.) und des Sieben-Minuten-Debütanten Caiuby (66.). Der 20 Jahre alte brasilianische Stürmer erzielte im ersten Liga-Einsatz Sekunden nach seiner Einwechslung mit der ersten Ballberührung das 2:1 für die «Wölfe», musste aber schon kurz darauf aus taktischen Gründen Abwehrspieler Alexander Madlung weichen.
VfL-Abwehrchef Costa hatte Schalkes Westermann im Strafraum zu Fall gebracht. Doch Rafinha scheiterte - erstmals im Schalker Trikot - vom Elfmeterpunkt am großartig aufgelegten Torhüter Diego Benaglio (72.). «Wenn der Elfer reingegangen wäre, hätten wir das Spiel vielleicht noch auf unsere Seite ziehen können», meinte Rutten. Dass seine Elf wenigstens einen Punkt gegen zehn «Wölfe» rettete, lag auch an «Stürmer» Neuer. In der Nachspielzeit hielt es den Keeper bei seinem Bundesliga-Saisondebüt nicht mehr hinten. Sein Torschuss-Versuch nach einer Ecke landete bei Kuranyi, der den Ball aus kurzer Distanz zum 2:2 über die Linie drückte und danach erleichtert war: «Es war eine Frage der Zeit, wann ich wieder treffe. Es waren schwierige Wochen, weil es nicht so gut für mich lief. Das war der Lohn für harte Arbeit.» |