KSC setzt Aufwärtstrend fort - Sieg in Bielefeld
Bielefeld (dpa) - 03.10.2008, 22:42 Uhr
Die Karlsruher Spieler feiern den Torschützen zum 1:0, Porcello (2.v.r.).
Der Karlsruher SC hat seinen ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga erzielt und damit seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Badener gewannen zum Auftakt des 7. Spieltags bei Arminia Bielefeld mit 2:1 (1:0). Mit den ersten Punkten auf gegnerischem Feld verbesserte der KSC sein Konto auf neun Zähler. Vor 20 900 Zuschauern in der nicht ausverkauften Schüco-Arena trafen Massimilian Porcello (15. Minute) und Sebastian Freis (52.) für die Gäste, Nico Herzig gelang (86.) zu spät der Anschlusstreffer. Gastgeber-Coach Michael Frontzeck hatte ein Geduldspiel vorher gesagt, doch die Partie zwischen den beiden Abstiegskandidaten ging gleich munter los. Die Ostwestfalen, bei denen Daniel Halfar für den verletzten Oliver Kirch (Unterarm-Bruch) in die Startelf gerückt war, erwischten den besseren Start und wären in der achten Minute um ein Haar in Führung gegangen: Der nur in der Anfangsphase auffällige Top- Torjäger Artur Wichniarek hatte sich über links durchgetankt, seine Hereingabe wollte Maik Franz per Flugkopfball klären und traf den Außenpfosten.
Die taktisch clever und geordnet auftretenden Badener kamen in der 15. Minute zu ihrer ersten zwingenden Angriffsaktion, die gleich mit dem Torerfolg belohnt wurde. Zunächst konnte Arminen-Ersatzkeeper Dennis Eilhoff einen Schuss von Sebastian Freis aus spitzem Winkel noch retten. Beim anschließenden Eckball tauchte der in den vergangenen Spielen jeweils tadellose Eilhoff dann aber am Ball vorbei, so dass der Ex-Bielefelder Porcello mühelos in freie Tor einschieben konnte. Die Ostwestfalen wirkte nach den Gegentreffer geschockt. In der 37. Minute hatte Christopher Katongo die Riesenchance zum Ausgleich: Sein beherzter Distanzschuss knallte aber flach an den Pfosten. Dabei wäre der Karlsruher Ersatz-Schlussmann Jean-Francois Kornetzky, der Markus Miller nach dessen im Wolfsburg-Spiel erlittener Kopfprellung vertrat, bereits geschlagen. Die Einzelaktion war indes bezeichnend für das Spiel der Arminen, die zu umständlich agierten, sich zu wenig anboten und die nötige Kreativität im Mittelfeld vermissen ließen. «Wir müssen vorne noch entschlossener sein», hatte KSC-Manager Rolf Dohmen zur Pause gefordert. Und diesen Gefallen tat ihm der KSC, der sehr druckvoll aus der Kabine kam und die rasche Vorentscheidung suchte. Zunächst ließ Freis noch zwei Gelegenheiten aus (50./51.), ehe er eine Minute später traf. Eilhoff konnte einen Schuss des nach seiner Hüftverletzung zurückgekehrten Joshua Kennedy nur abklatschen lassen, so dass dessen Sturmkollege Freis kein Problem hatte, seinen vierten Saisontreffer zu erzielen. In der 67. Minute hätte Freis nach einem Klasse-Zuspiel von Antonio da Sila sogar noch auf 3:0 erhöhen können gegen insgesamt erschreckend schwache Bielefelder. Die Aufholjagd mit dem Treffer von Herzig kurz vor dem Ende kam aber zu spät.
|