«Tor-Magier» Petric: «Für mich passt alles beim HSV»
Urziceni/Rumänien (dpa) - 03.10.2008, 14:10 Uhr
Hamburgs Mladen Petric jubelt über sein zweites Tor gegen den AFC Unirea Urziceni.
Fünf Tore in drei Spielen: Mladen Petric hat schon eingespielt, was er gekostet hat. Erst katapultierte er den HSV mit zwei Toren gegen Bochum (2:0) in das Achtelfinale des DFB-Pokals, dann schoss er sein Team gegen Mönchengladbach (1:0) zurück an die Tabellenspitze der Bundesliga und schließlich ebnete er dem HSV mit einem Tor-Doppelpack gegen Rumäniens Tabellen-Zweiten Unirea Urziceni (2:0) den Weg in die Gruppenphase des UEFA-Cups. Und das alles binnen neun Tagen. Im Tauschgeschäft mit Mohamed Zidan zuzüglich einer Ablöse von 4,8 Millionen Euro war er im Sommer von Borussia Dortmund gekommen, nun schießt er in Hamburg Tore wie am Fließband. «So kann es weitergehen», meinte der gefeierte Held. «Tor-Magier» wird der Hobby-Zauberer angesichts seines unheimlichen Laufes bereits genannt. Als sein Erfolgsgeheimnis nennt der kroatische Nationalspieler die Geburt seiner Tochter Melina Charlize vor knapp drei Wochen, «aber auch das neue Umfeld, die neue Mannschaft und die neue Stadt. Für mich passt alles beim HSV.»
Auch im UEFA-Pokal war der 27-Jährige wieder der Matchwinner. Seine Tore verhalfen dem Team zu einer 500 000 Euro-Prämie und bewahrten Coach Martin Jol vor «einer Katastrophe». Dabei hatte der ambitionierte HSV nach der 0:0-Gruselnummer im Hinspiel gegen den Provinzclub schon ein blamables Ausscheiden befürchten müssen. «Ich habe derzeit einfach Riesenspaß am Fußball und am Leben», betonte Petric. «Das Selbstvertrauen wird mit jedem Tor gesteigert.» Seit er aus Dortmund geholt wurde, hat er in neun Pflichtspielen sechs Tore für die Hanseaten geschossen. Dass er sich in Hamburg wohler fühlt als beim BVB, wo er in der vergangenen Rückrunde nicht mehr gut klargekommen sein soll, deutet er nur an: «Hamburg ist ein bisschen anders als Dortmund. Aber das Thema ist abgehakt.» |