Bundesliga setzt schon vor dem Start Rekordmarken
Düsseldorf (dpa) - 13.08.2008, 13:41 Uhr
Bayern-Coach Jürgen Klinsmann beim Training mit seinen Spielern.
Vorhang auf zur neuen Show der Superlative: Wenn am Freitagabend die 46. Saison der Fußball-Bundesliga eröffnet wird, sind die ersten Rekorde längst gefallen. Nach dem Einzug der Nationalmannschaft ins EM-Finale und den jüngsten Erfolgen im Junioren-Fußball weckt der deutsche Profi-Fußball das Interesse von Fans und Geldgebern zugleich. Nie wurden vor Saisonbeginn so viele Dauerkarten verkauft (über 400 000), nie haben Sponsoren so viel Geld für Trikotwerbung ausgegeben (fast 130 Millionen Euro) und selten gab es einen solch einsamen Meisterschafts-Favoriten wie in diesem Jahr. Alle 18 Bundesliga-Trainer nannten in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa den FC Bayern München als Titelfavoriten. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin «Playboy» unter 1000 Menschen erwarten fast zwei Drittel (64 Prozent), dass der Titelverteidiger am Ende wieder vorne steht. 28 Prozent trauen dem Rekordmeister sogar den Champions-League-Sieg zu.
Dabei haben die Bayern mit Klinsmann zwar eine neue Ära an der Säbener Straße in München eingeleitet, doch auf dem Transfermarkt hat sich Deutschlands Vorzeige-Club nach der Rekord-Investition des Vorjahres diesmal zurückgehalten. Die ersten Auftritte des Favoriten in den Vorbereitungsspielen und im DFB-Pokal waren allerdings eher mäßig. So setzte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer seinen neuen Coach auch gleich unter Druck. «Jürgen Klinsmann hat viel auf den Kopf gestellt. Jetzt müssen auch die Ergebnisse stimmen, sonst nützen die Veränderungen nichts», meinte Beckenbauer vor dem Eröffnungsspiel des FC Bayern München am Freitag gegen den Hamburger SV. Das meiste Geld für Neuzugänge gaben Clubs aus, die dem FC Bayern im Nacken sitzen und einen Angriff auf die Spitzenposition planen. Der VfL Wolfsburg investierte 25,5 Millionen Euro in «Neue», Schalke 04 gab 15,5 Millionen, Bayer Leverkusen immerhin noch 11,4 Millionen aus. Die «Wölfe» leisten sich in Andrea Barzagli und Christian Zaccardo sogar zwei italienische Weltmeister. «Unser Ziel war und ist es, uns in der Bundesliga-Spitze zu etablieren und international zu spielen», begründete VfL-Coach Felix Magath die hohen Investitionen. |