Olympia-Teilnahme: Diego spricht erneut mit Werder
Bremen (dpa) - 19.07.2008, 17:29 Uhr
Diego während eines Strandlaufs auf der Nordseeinsel Norderney.
Der Streit um die Olympia-Teilnahme von Werder Bremens Mittelfeldstar Diego geht in die nächste Runde. Der Brasilianer kündigte auf seiner Homepage für den 21. Juli ein erneutes Gespräch mit dem Fußball-Bundesligaclub an. Trainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs hatten dem 23 Jahre alten Mittelfeldspieler am vergangenen Montag die Reise nach Peking untersagt. Diego und sein Vater sind aber zuversichtlich, dass die jüngsten Äußerungen von IOC-Präsident Jacques Rogge die Bremer Führung zum Umdenken veranlassen. Der Profi möchte bereits am Dienstag zum brasilianischen Olympia-Team nach Singapur fliegen. In den vergangenen Tagen wirkte Diego während des Werder-Trainingslagers auf Norderney nicht besonders motiviert.
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte die Vereine an ihre Abstellungspflicht erinnert. Sollten sich die Clubs nicht daran halten, müssten sie mit Konsequenzen rechnen. «Die Regel ist eindeutig. Wenn ein Verein den Spieler nicht freistellt, wird der Spieler für die Dauer des Olympia-Turniers gesperrt», sagte Rogge. Der Weltverband FIFA hat diese Ansicht in einem Schreiben an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bekräftigt. Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs kann die Androhung des IOC- Präsidenten allerdings nicht nachvollziehen. Für ihn ist der FIFA- Brief keine rechtsverbindliche Anweisung. «Laut Statuten gibt es eine solche Anordnung nicht. Wir haben keine einzige schriftliche Erklärung der FIFA oder des IOC, dass wir jemanden abstellen müssen», argumentierte Allofs. Eine ähnliche Position vertreten auch die Bundesliga-Rivalen Hamburger SV, 1899 Hoffenheim und Schalke 04, die ebenfalls keine Profis für das Olympia-Turnier abstellen wollen.
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