Eintracht Frankfurt setzt auf Liberopoulus
Frankfurt/Main (dpa) - 17.07.2008, 19:57 Uhr
Nikos Liberopoulos wird von Trainer Funkel (r) und Lizenzspielerleiter Falkenhain (l) vorgestellt.
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt setzt große Hoffnungen in seinen neuen Griechen-Stürmer Nikos Liberopoulus. «Wir wissen, dass er in Griechenland eine unglaubliche Trefferquote hatte und sehr torgefährlich ist», sagte Coach Friedhelm Funkel bei der Vorstellung des 32-Jährigen, der in der Heimat dreimal «Fußballer des Jahres» und zweimal Torschützenkönig der 1. Liga war. Ioannis Amanatidis wird dem Neuzugang von AEK Athen so schnell nicht von der Seite weichen: Der Kapitän soll neben Liberopoulus stürmen und ihm auch als Dolmetscher behilflich sein. «Ich werde nicht nur 100 Prozent geben, sondern alle Möglichkeiten ausschöpfen, um dem Verein zu helfen», ließ der 60-malige Nationalspieler über Amanatidis mitteilen. Liberopoulus hat Funkel versprochen, dass er Deutsch lernen möchte. ««Er spricht auch etwas Englisch, mit der Kommunikation geht es ganz gut», so Amanatidis.
Die beiden griechischen Angreifer stießen nach einer erfolglosen Europameisterschaft und Urlaub zusammen mit dem Mexikaner Aaron Galindo als letzte Eintracht-Profis zur Mannschaft. Liberopoulus war zwar in der abgelaufenen Saison Torschützenkönig und hat in seiner Karriere eine stolze Bilanz von 148 Treffern in 350 Erstliga-Partien sowie 76 Europacup-Spiele aufzuweisen, doch bei der EM kam er nur 61 Minuten beim 0:1 gegen Russland zum Einsatz. Beim Thema Nationalmannschaft gibt sich nicht nur der ablösefrei gekommene Stürmer, der nach Medienberichten 1,5 Millionen Euro im Jahr verdienen soll, zurückhaltend. Amanatidis wollte die Frage nach dessen Zukunft im Team des deutschen Auswahltrainers Otto Rehhagel erst gar nicht übersetzten, Liberopoulus sagte nur: «Das ist Angelegenheit des Trainerstabs.» |