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Keine Freigabe: Podolski muss in München bleiben

München (dpa) - 02.07.2008, 15:59 Uhr

Lukas Posolski wäre gerne nach Köln gewechselt.
Lukas Posolski wäre gerne nach Köln gewechselt.

Mit einem Machtwort hat der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München allen Abwanderungsgelüsten von Nationalstürmer Lukas Podolski einen Riegel vorgeschoben.

«Das Thema ist ad acta gelegt», sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei einer Pressekonferenz in München. «Das ist eine grundsätzliche Entscheidung.» Zugleich erklärte Manager Uli Hoeneß alle Personalplanungen für derzeit beendet. «Der Kader ist gut und großzügig besetzt. Es werden keine zusätzlichen Spieler mehr verpflichtet.» Damit scheint auch ein Wechsel von Stürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart an die Isar endgültig vom Tisch zu sein.

Podolski, der vor zwei Jahren von seinem Heimatclub 1. FC Köln an die Isar gewechselt und einen Vertrag bis 2010 unterschrieben hatte, muss nun trotz seiner in den vergangenen Wochen wiederholt geäußerten Unzufriedenheit beim FC Bayern bleiben. Zuletzt hatten der 1. FC Köln und auch Werder Bremen ein Interesse an Podolski bekundet. Eine Stammplatz-Garantie für Podolski und auch Bastian Schweinsteiger lehnte der neue Bayern-Coach Jürgen Klinsmann ab. «Beide haben großen Potenzial. Ich will sie fördern und weiterbringen. Ich kann aber keine Garantie geben, dafür ist der Kader zu gut besetzt.»

Vor dem EM-Halbfinale gegen die Türkei hatte sich Podolski, der in der vergangenen Saison gegen das Münchner Sturmduo Luca Toni und Miroslav Klose meist das Nachsehen hatte, lautstark über fehlende Rückendeckung in München beklagt und damit neuen Wechselgerüchten Nahrung gegeben. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Verein mir Vertrauen gibt. Und ich verspüre es auch jetzt nicht.» Bayern-Präsident Franz Beckenbauer hatte die Kritik jedoch umgehend gekontert. «Es hat ihm bei Bayern keiner verboten, so stark zu spielen wie bei der EM.»

Irritationen löste bei Podolski während der EM zudem die Tatsache aus, dass der FC Bayern öffentlich Interesse am Stuttgarter Gomez als weiteren Angreifer anmeldete. Allerdings scheint ein möglicher Wechsel des Nationalstürmers nach München derzeit kein Thema mehr zu sein. «Wir haben keinen Kontakt mehr zum VfB», erklärte Rummenigge am Mittwoch. «Ich gehe nicht davon aus, dass Stuttgart dieses Thema wieder reaktivieren wird.»


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