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HSV-Aufsichtsrat ermahnt Vorstand

Hamburg (dpa) - 30.05.2008, 11:14 Uhr

Bernd Hoffmann (l) und Dietmar Beiersdorfer müssen zu Einzelgesprächen.
Bernd Hoffmann (l) und Dietmar Beiersdorfer müssen zu Einzelgesprächen.

Der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV hat den Vorstand des Vereins zu größerer Disziplin und positiver Außendarstellung aufgefordert.

Anlass sind der zum Herbst angekündigte Rücktritt des Vorstandsmitgliedes Christian Reichert sowie Streitigkeiten bei der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Huub Stevens. Aufsichtsratschef Horst Becker bestätigte einen Bericht der «Bild»-Zeitung, nach dem die Vorstandsmitglieder Bernd Hoffmann, Dietmar Beiersdorfer und Katja Kraus in den vergangenen Tagen zu Einzelgesprächen bestellt worden waren.

«Wir wollten uns ein Bild machen von der Situation», sagte Becker. Sein Fazit lautet: «Der Vorstand arbeitet nach wie vor zum Wohle des Vereins zusammen.» Der Chef des Kontrollgremiums bestätigte jedoch Differenzen innerhalb des Vorstandes in der Vergangenheit. «Da arbeiten unterschiedliche Charaktere miteinander, die auch mal Meinungsverschiedenheiten haben. Aber die müssen intern ausgetragen und dürfen nicht in die Öffentlichkeit gebracht werden», forderte Becker.

Beiersdorfer und Hoffmann hatten sich bei der sechsmonatigen Suche nach einem neuen Trainer lange Zeit nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können. Unterschiedliche Ansichten über Fred Rutten (jetzt Schalke 04) und Jürgen Klopp (jetzt Borussia Dortmund) lähmten die Trainersuche. Die Differenzen in der Führung führten zum Rücktritt von Vorstandsmitglied Reichert, der ein gestörtes Verhältnis zu Vorstandschef Hoffmann einräumte. «Die Gründe für seinen Rücktritt sind persönlicher Natur. Er versteht sich nicht mit Hoffmann», sagte Becker.

Um eine erfolgreiche Vereinsführung müsse sich aber niemand sorgen, meinte der Aufsichtsratschef. «Sowohl beim Vertragsabschluss mit Trainer Martin Jol als auch in den laufen Transferverhandlungen zeigt sich: Der Vorstand arbeitet gut zusammen und sitzt sich nicht mit Messern in den Taschen gegenüber.»


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