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KSC mit 17-Millionen-Euro-Etat

Karlsruhe (dpa) - 07.05.2008, 10:17 Uhr

Der Karlsruher Andreas Görlitz (l) im Duell mit dem Rostocker Marc Stein.
Der Karlsruher Andreas Görlitz (l) im Duell mit dem Rostocker Marc Stein.

Fußball-Bundesligist Karlsruher SC wird mit einem nur 21-köpfigen Kader und einem Etat von 17 Millionen Euro in die neue Saison gehen.

Manager Rolf Dohmen betätigte nach dem 1:1 gegen Energie Cottbus, dass der erfolgreiche Aufsteiger sein Budget im Vergleich zu diesem Spieljahr um drei Millionen aufstocken werde. «Wir wollen die Summe, die wir durch Transfererlöse erzielen, nicht komplett reinvestieren», sagte Dohmen.

Für Spielmacher Tamas Hajnal (zu Borussia Dortmund) und Kapitän Mario Eggimann (zu Hannover 96) fließen etwa zwei Millionen Euro Ablöse in die Kassen des KSC. Man werde einen Teil davon in die gestiegenen Spielergehälter und zum Abbau von Schulden verwenden, so Dohmen. Trainer Edmund Becker sollen auch in der Saison 2008/2009 nur 19 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung stehen. In diesem Jahr hat der KSC bisher 22 und damit die wenigsten Profis aller Erstligisten eingesetzt.

Im Tauziehen um den vom FC Bayern München bis zum Sommer ausgeliehenen Abwehrspieler Andreas Görlitz deutet sich derweil eine Lösung an. «Wir wären auch bereit, Andreas Görlitz zu kaufen», sagte Dohmen erstmals. Da der künftige Bayern-Chefcoach Jürgen Klinsmann diese Woche in München weilt, hofft der KSC-Manager auf eine baldige Entscheidung. Görlitz steht beim deutschen Meister noch bis 2010 unter Vertrag. «Wir haben den Vorteil, dass die, die den Andy auch wollen, in der Tabelle hinter uns stehen», sagte er in Anspielung auf das offensichtliche Interesse von Dortmund an dem zweimaligen Nationalspieler.

Noch nicht abgeschrieben hat Dohmen die Rückkehr von Giovanni Federico aus Dortmund. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht mit ihm in Kontakt stehe», sagte er über den letztjährigen Zweitliga-Torschützenkönig, der allerdings noch bis 2010 an die Westfalen gebunden ist. Der KSC-Manager verwies übrigens darauf, dass er in der Woche rund 100 E-Mails von Spielerberatern bekomme, die ihm einen Klienten andrehen wollen.


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