Bayern meisterlich vor Pokal-Finale: BVB vorgeführt
München (dpa) - 13.04.2008, 19:26 Uhr
Luca Toni (l) vom FC Bayern hängt die BVB-Verteidiger ab.
Für Manager Uli Hoeneß hat der FC Bayern München seinen 21. Meister-Titel nach dem Schützenfest im Pokal-Vorspiel gegen Dortmund schon im Sack. «Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft. Ich glaube nicht, dass da noch viel passieren kann», sagte der Macher des Rekordmeisters nach dem 5:0 (4:0) gegen die Borussia. Sechs Tage vor dem DFB-Pokal-Endspiel in Berlin baute der Tabellenführer aus München mit einer Fußball-Gala gegen den Final-Gegner seinen Vorsprung in der Bundesliga auf zehn Punkte vor dem neuen Tabellen-Zweiten Werder Bremen aus. Lukas Podolski (3.), der überragende Zé Roberto (8.) und Luca Toni (18./22.) erzielten die Tore vor 69 000 Zuschauern vor der Pause. Nur drei Tage nach der bereits legendären Aufholjagd im UEFA-Pokal in Getafe sorgte Andreas Ottl (67.) in der erneut ausverkauften Allianz-Arena für den Endstand und den höchsten Bayern-Sieg seit sieben Monaten. «Das war Fußball zum Genießen», lobte Franz Beckenbauer im Premiere-Fernsehstudio. «Das war Fußball zum Verlieben», meinte Hoeneß und war rundum zufrieden mit seinem Star-Ensemble.
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Bayern-Kapitän Oliver Kahn wurde in seinem 554. Bundesligaspiel in der Pause mit einer Schulterprellung für Michael Rensing ausgetauscht und mit Blick auf das DFB-Pokal-Finale geschont. Auch wenn die Münchner nach der sicheren Führung und vor der Englischen Woche etwas den Schongang einlegten - in dieser Form können sie sich im Pokal nur selbst schlagen und am 19. April den ersten von drei möglichen Titeln gewinnen. «Das wird ein ganz anderes Spiel. Da müssen wir höllisch aufpassen, dürfen nicht überheblich sein. Dortmund kommt mit Wut im Bauch, will sich rehabilitieren», warnte Trainer Ottmar Hitzfeld. Sechs Spieltage vor Liga-Schluss sind die Münchner, bei denen Franck Ribery, Miroslav Klose, Mark van Bommel und Lucio geschont wurden, nach der Niederlage des Verfolgers Hamburger SV die einzige Mannschaft, die vor eigenem Publikum noch nicht verloren hat. Auch ohne die Stars wirbelten sei von der ersten Sekunde an. «Das hatte nichts mit Fußball zu tun. Wir waren gar nicht präsent», schimpfte Dortmunds Florian Kringe. |