Werder gewinnt Spitzenspiel gegen Schalke 5:1
Bremen (dpa) - 12.04.2008, 17:58 Uhr
Albert Streit von Schalke 04 versucht Bremens Diego den Ball abzunehmen.
Schalke stürmte, Werder traf: Den Bremern ist im Kampf um die Champions-League-Plätze ein wichtiger 5:1 (2:1)-Sieg gelungen. Im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gewannen die Bremer gegen Schalke 04 unverdient deutlich und zogen durch den Erfolg auf Platz an den lange besser spielenden Gelsenkirchenern vorbei, die nun zwei Punkte hinter Werder liegen. Für die Bremer, die zuletzt im Sommer 2004 gegen Schalke 04 gewonnen hatten, waren Frank Baumann (19.), Boubacar Sanogo (33.), Markus Rosenberg (58.) und Ivan Klasnic (76./89.) erfolgreich. Das Tor für Schalke erzielte vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Kevin Kuranyi (42.). «Es geht wieder aufwärts», kommentierte Werders Nationalspieler Borowski, doch sein Trainer warnte. «Die erste Halbzeit war nicht gut», sagte Thomas Schaaf mit Verweis auf den kuriosen Spielverlauf. Denn drei Tage nach dem Aus im Champions-League-Viertelfinale durch das 0:1 in Barcelona zeigten die Schalker fast eine Stunde ein starke Leistung, waren trotz der Zusatzbelastung das lauffreudigere Team und brachen erst in der Schlussphase ein.
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Die Gäste, die auf die verletzten Lewan Kobiaschwili verzichten mussten und überraschend mit Vincente Sanchez im Mittelfeld begannen, agierten lange offensivstark und setzten Bremen immer wieder unter Druck. Angesichts der zahlreichen Torchancen war allerdings die Effektivität enttäuschend, und so wurden die Schalker bestraft. «Wir hatten drei, vier hunderprozentige Chancen», sagte Fabian Ernst: «Das ist natürlich bitter.» Während Werder lange Zeit umständlich agierte, suchten die Gäste fast immer den direkten Weg zum Tor. Bremens Keeper Tim Wiese hatte so viel zu tun wie bei noch keinem anderen Heimspiel dieser Saison. Bei der besten von vielen Schalkern Chancen benötigte Wiese in der 9. Minute allerdings die Hilfe von Clemens Fritz, der dem frei vor dem Tor stehenden Halil Altintop den Ball abnahm. Die Bremer spielten eine Woche nach dem Sieg bei Hertha BSC, der nach zuvor nur acht Punkten in neun Spielen neue Hoffnung gegeben hatte, fast eine Stunde mäßig und offenbarten wieder einmal große Probleme in der Defensive. Ohne Daniel Jensen, Hugo Almeida und den ehemaligen Schalker Sebastian Boenisch ließen die Gastgeber den Schalkern zu viel Platz. |