Erstes Borowski-Tor seit 433 Tagen Gold wert
Berlin (dpa) - 06.04.2008, 09:33 Uhr
Bremens Torschützen Markus Rosenberg (l) und Tim Borowski (M) klatschen sich ab.
Tim Borowski trifft endlich wieder, Werder Bremen ist vor dem Spitzenspiel gegen Schalke 04 zurück im Champions-League- Rennen: Das erste Bundesliga-Tor des Nationalspielers seit 433 Tagen ist für den Club von der Weser gleich doppelt Gold wert. Borowski unterstrich mit dem glänzend erzielten 2:1 (1:1) bei Hertha BSC seinen wiederkehrenden Wert für Noch-Arbeitgeber Werder, das nach zuvor vier sieglosen Spielen am kommenden Wochenende sogar erneut zum ersten Bayern-Verfolger avancieren könnte. In München spielt Borowski in der kommenden Saison, doch vorher zählt für ihn nur Bremen. «Ich will den Leuten zeigen, dass mir das hier nicht egal ist», sagte der zuletzt des öfteren verletzte Borowski, der zuletzt am 28. Januar 2007 ein eigenes Tor bejubeln durfte. «Das, was mich eigentlich auszeichnet, war in letzter Zeit nicht immer zu sehen. Ich hoffe, dass die Kurve jetzt hochgeht», fügte der Mittelfeldspieler hinzu und dankte dem ebenfalls verbesserten Torsten Frings für dessen Steilpass in der 73. Minute. Markus Rosenberg hatte nach 38 Sekunden für das bisher schnellste Bundesliga-Tor dieser Saison gesorgt, André Lima (10.) zwischenzeitlich für die Berliner ausgeglichen.
Ganz nebenher brachte sich Borowski sogar wieder für einen Platz im Europameisterschafts-Kader ins Gespräch. Das genießt für den bald 28-Jährigen aber nicht die oberste Priorität: «Ich trainiere ordentlich und versuche, Defizite zu beseitigen. Wenn es dann reicht, würde ich mich riesig freuen. Das Augenmerk liegt aber darauf, dass wir uns für die Champions League im nächsten Jahr qualifizieren.» Vorbereiter Frings freute sich neben dem Sieg auch besonders über den entscheidenden Torschützen. «Der Boro war richtig heiß auf das Spiel. Der Trainer hat ihm das Vertrauen gegeben, und er hat es zurückgegeben», sagte Frings. Coach Thomas Schaaf betonte: «Es ist wichtig, dass er wieder reinkommt.» Der Werder-Trainer setzt auch gegen die Zweitplatzierten und nur einen Punkt besser dastehenden Schalker auf Borowski. |