Hertha-Trainer Lucien Favre wird in der Bundesliga-Partie bei Hansa Rostock auf der Bank sitzen. Hertha BSC hat gegen die Innenraumsperre des Schweizers Berufung beim DFB-Sportgericht eingelegt, daher ist das Sportgerichts-Urteil nicht rechtskräftig.
«Wir haben das aus Gründen eines fairen Verfahrens so beschlossen, da sonst das Aufenthaltsverbot schon vor der mündlichen Verhandlung Gültigkeit hätte», erklärte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts.
Die mündliche Verhandlung findet am 18. März in Frankfurt/Main statt, teilte der DFB mit. «Unser Interesse ist ganz einfach, dass Recht gesprochen wird», begründete Hertha-Manager Dieter Hoeneß den Einspruch.
Favre war im Spiel bei Borussia Dortmund (1:1) auf die Tribüne verwiesen worden, weil er den Schiedsrichter- Assistenten Holger Henschel am Oberarm angefasst und diesem dreimal einen Vogel gezeigt haben soll. Das DFB-Sportgericht hatte deswegen eine Innenraumsperre für ein Spiel und eine Geldstrafe von 15 000 Euro ausgesprochen. Favre hatte die Vorwürfe bestritten. «Die Strafe ist sehr, sehr hart», sagte der Schweizer.