München (dpa) - 28.02.2008, 12:13 Uhr
Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.
Karl-Heinz Rummenigge hat sich für einen Spagat zwischen Zentral- und Einzelvermarktung der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden von Bayern München sei die derzeit praktizierte zentrale Vermarktung ein wichtiges Gut.
«Aber wir müssen darauf achten, dass deutsche Spitzenclubs in der Champions League mitspielen können. Diese Anmerkung habe ich mir auch beim Kartellamt erlaubt», erklärte Rummenigge im Interview mit dem «kicker».
Bei seinem umstrittenen Besuch des Bundeskartellamts hatte der frühere Nationalspieler für eine veränderte Verteilung der Fernsehgelder plädiert. Derzeit erhält der deutsche Rekordmeister Bayern München rund 25 Millionen Euro aus der zentralen Vermarktung der Bundesliga. Im Vergleich zu anderen europäischen Spitzenclubs ist der Betrag gering. Dennoch sprach sich Rummenigge nicht ohne Einschränkung für die Einzelvermarktung als Lösung aus. «Sie brächte Bayern viel mehr Geld, aber die Zentralvermarktung funktioniert, sie machte die Bundesliga zu etwas Besonderem. Womöglich müssen wir die Parameter überprüfen», sagte der Bayern-Chef.