Sie sind hier: Startseite > 1. Bundesliga > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Schalke-Coach Slomka räumt Fehler ein

Gelsenkirchen (dpa) - 28.02.2008, 14:50 Uhr

Schalke-Trainer Mirko Slomka (l) und Manager Andreas Müller bei einer Pressekonferenz.
Schalke-Trainer Mirko Slomka (l) und Manager Andreas Müller bei einer Pressekonferenz.

Vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München und der Champions-League-Partie beim FC Porto bemüht sich der FC Schalke 04, eine Trainer-Diskussion im Keim zu ersticken.

Nach den Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg (1:2) und bei Bayer Leverkusen (0:1) sah sich Trainer Mirko Slomka sowohl intern als auch extern Kritik ausgesetzt. Der 40-Jährige räumte eigene Fehler offen ein. «Die jüngsten Niederlagen kreide ich mir persönlich an. Ich habe nicht die richtigen Maßnahmen getroffen, um der Mannschaft zu helfen. Wer das kritisiert, hat recht», sagte er im «kicker».

Club-Präsident Josef Schnusenberg und der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies üben vor den wichtigen Partien Druck aus. Gleichwohl stellte Tönnies in der Trainerfrage klar: «Es gibt kein Ultimatum.» Auch Manager Andreas Müller, der sich vier Tage lang nicht äußerte, stellte klar: «Wir haben volles Vertrauen zum Trainer. Ein Ultimatum ist völliger Quatsch.»

Die Deutsche Presse-Agentur dpa beschreibt die Rollen der Verantwortlichen und ordnet deren wichtigsten Aussagen ein.

DER PRÄSIDENT: Anders als Vorgänger Gerd Rehberg ist Schnusenberg nicht unbedingt ein Mann des Ausgleichs. Der Steuerberater und Diplom-Finanzwirt gilt als «Herr der Zahlen». Als Finanzchef des Clubs hat er stets die wirtschaftliche Entwicklung im Blick. Er weiß, dass diese von den sportlichen Resultaten abhängt. Daher dringt er auf Erfolg. Über das Ziel, mit dem teuren Kader wieder mindestens Platz drei und damit die Champions League zu erreichen, sind sich alle einig. Da ihm Schalke sehr am Herzen liegt, wird er vor Maßnahmen nicht zurückschrecken, sobald er das Ziel gefährdet sieht. Alle stehen auf dem Prüfstand, auch der Coach. Oft sind Schnusenbergs Aussagen schwer zu interpretieren. Aber er sagt nichts zufällig oder unbedacht. In dieser Woche heizte er die Trainer-Diskussion an: «Wir haben Handlungsbedarf, doch es wird keinen Schnellschuss geben. Vielleicht brauchen wir auf Schalke wirklich mal einen Chefcoach, der großes internationales Standing hat.»


DER MANAGER: Müller ist nach dem Ausscheiden Rudi Assauers in Absprache mit Slomka für alle sportlichen Belange verantwortlich. Als Ex-Profi ist Müller nahe am Team. Er steht fast bedingungslos zu dem von ihm ins Amt gehievten Slomka, bringt mehr Geduld mit ihm auf als andere, ignoriert aber nicht die Meinung der Vorstandskollegen. «Wir haben das Ziel, gemeinsam mit Mirko perspektivisch erfolgreich zu sein», sagte Müller.

DER AUFSICHTSRATSVORSITZENDE: Tönnies meldet sich selten zu Wort, tritt aber meist nur in Krisensituationen öffentlich in Erscheinung. Mit dem auch für sein Fleischunternehmen tätigen Schnusenberg verbindet ihn eine Freundschaft. Wenn sich Tönnies einschaltet, hat sein Wort Gewicht. Er war es, der die Trennung von Assauer vorantrieb. Nun verdeutlichte er Slomka, dass Erfolge her müssen. «Ich habe ihm gesagt, wie wichtig die nächsten Spiele sind.» Dies sei aber «kein Ultimatum». Slomka hält er für einen «sehr guten Trainer», der auch sehr lernfähig sei.

DER TRAINER: Slomka ist noch immer in der Lernphase. Er vermisst «grundsätzliche Akzeptanz von allen». Oft wirkt er nach außen etwas arrogant. Bei den Spielern ist er manchmal zu nachgiebig. Slomka ist klug genug, eigene Fehler einzugestehen und gegebenenfalls eine Kurskorrektur vorzunehmen. So nimmt er Kritikern Wind aus den Segeln. Das schützt ihn aber auf Dauer nicht. Bemerkenswert ist eine Aussage: «Wenn es wirklich den Gedanken gibt, nach Porto einen Wechsel vorzunehmen, dann würde ich Andi Müller sogar empfehlen, jetzt schon einen anderen Trainer zu kontaktieren.»

DIE MANNSCHAFT: Wortführer ist Marcelo Bordon. Der Kapitän hat wie andere etablierte Profis großen Einfluss. Immer wenn die Solidarität des Teams mit dem Coach bröckelt, wird es gefährlich. Das mussten vor Slomka schon andere Trainer erfahren. Bordon setzt zuweilen auf verbale Nadelstiche, ist in punkto Leistung und Erfolgswillen aber absolutes Vorbild. Das akzeptiert Slomka genauso wie Bordons intern geäußerte Kritik. Vor dem Bayern-Spiel hält sich Bordon zurück. «Die Trainerdiskussion kommt nicht von uns. Es ist nicht unser Job, über den Coach zu sprechen, sondern eine bessere Leistung zu bringen.»

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
28.02. 13:57 - Hertha BSC: Kampf um besseres Image
28.02. 13:55 - Sebastian Kehl verlängert Vertrag beim BVB
28.02. 13:51 - Klose und Lucio gegen Schalke fraglich
28.02. 12:52 - Duisburgs Trainer Bommer sortiert Lavric aus
28.02. 12:13 - Rummenigge: Spagat zwischen Zentral- und Einzelvermarktung
28.02. 12:04 - Heldt: «Wir werden keinen an den Pranger stellen»
28.02. 11:59 - Alberto will seine Karriere in Bremen fortsetzen
28.02. 11:54 - Hertha-Manager Hoeneß fordert besseren Fußball
27.02. 14:21 - 8000 Euro Strafe für VfB-Stürmer Gomez
27.02. 14:20 - Hertha rechnet in der kommende Saison mit Lucio
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
DFB Trikot 2012 EM 2012 Tickets DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
...weitere Themen

Autobilder | Sportgeräte | Internetagentur bigidea.de | Eishockey