VfB nimmt Gomez nach Verbalattacken in Schutz
Stuttgart (dpa) - 25.02.2008, 16:13 Uhr
Stuttgarts Stürmer Mario Gomez läuft nach dem 2:0 mit dem Ball im Arm aus dem Tor des KSC.
Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart haben Stürmer Mario Gomez nach dessen verbalen Ausrutscher in Schutz genommen. «Mario ist ein sehr guter Junge. Er hat einen guten Charakter», sagte Trainer Armin Veh. «Sicher hat er sich in der Wortwahl vergriffen.» Der 22 Jahre alte Nationalspieler des deutschen Fußball-Meisters hatte nach dem 3:1-Sieg im schwäbisch- badischen Bundesligaderby über den Karlsruher SC seinen Kontrahenten Maik Franz unter anderem als «Arschloch» beschimpft. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen gegen Gomez eingeleitet. Der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner teilte mit, dass die Entscheidung über eventuelle sportrechtliche Konsequenzen für den Spieler am 27. Februar fallen werde.
«Mario muss nicht einmal ansatzweise mit Konsequenzen rechnen», versicherte VfB-Sportdirektor Horst Heldt, dass die Verbalattacken des «Fußballers des Jahres» vereinsintern kein Nachspiel hätten. Die angeforderte Stellungnahme sei bereits an das DFB-Gremium ergangen. Veh befürchtet nicht, dass Gomez mit seinen verbalen Entgleisungen ein schlechtes Beispiel für Jugendliche sein könnte. «Man kann nicht immer Vorbild sein. Das von einem 22-Jährigen zu erwarten, hieße, über das Ziel hinauszuschießen», sagte er. Gomez sei insgesamt ein untadeliger Sportsmann. Man dürfe ihn nun nicht zum Bösewicht abstempeln. «Mario hat eine sehr gute Erziehung», wies der Trainer auf seine fast zweijährigen Erfahrungen mit dem Profi hin. Und: «Bei dem anderen weiß ich das nicht.»
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